"Afrika" freut sich auf uns
Matthias Hoffmann ist Produzent der Zirkusshow "Afrika! Afrika!", die in Klagenfurt zum letzten Mal in Europa zu sehen ist - mit 100 Akteuren aus Afrika.

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Klagenfurt wird die vorerst letzte Station der erfolgreichen Zirkusshow "Afrika! Afrika!" in Europa sein. Was erwartet die Kärntner bei dem magischen Ereignis vom Kontinent des Staunens, das exklusiv von der "Kleinen Zeitung" präsentiert wird?
MATTHIAS HOFFMANN: Eine überschwängliche Kraft, die von ehrlichen, energiegeladenen Artisten, Tänzern und Athleten aus 21 afrikanischen Nationen ausgeht. Akrobatik und Tradition gepaart mit afrikanischen Rhythmen, reißt die Zuschauer einfach mit.
Warum haben Sie bei der Show Afrika in den Fokus gerückt?
HOFFMANN: Weil es das noch nie gab. Andre Heller meinte damals, dass die Welt alles kennen würde - Akteure aus Asien, Amerika und Europa. Er wollte unbedingt einen afrikanischen Zirkus produzieren. Das haben wir mit großem Erfolg gemacht. Seit der Weltpremiere 2005 in Frankfurt ließen sich drei Millionen Menschen in den Bann ziehen.
Bereits seit vier Jahren ist "Afrika! Afrika!" auf Tournee, macht das nicht langsam müde?
HOFFMANN: Ganz und gar nicht. Die 100 Künstler sind nach wie vor mit ganzem Körpereinsatz und voller Überzeugung dabei. Viele von ihnen sogar schon seit der ersten Stunde, wie zum Beispiel der 1,90 Meter große Huit-Huit, der sich durch einen Tennisschläger schlängelt.
Klagenfurt ist die letzte Station, liegt da nicht Wehmut in der Luft?
HOFFMANN: Natürlich. Es werden die letzten Auftritte von "Afrika! Afrika!" sein. Wir zeigen deshalb aber kein anderes Programm, sondern drehen noch einmal richtig auf. Beim Kärntner Premierenfest mischen sich alle Künstler unter die Leute. Klagenfurt wird auch deshalb etwas Besonderes sein, weil die Künstler das letzte Mal in der riesigen marokkanischen Zeltanlage auftreten. Bei zukünftigen Shows etwa in Amerika werden wir das Chapiteau nicht mehr verwenden können. Alleine das Hauptzelt hat eine Höhe von 30 Metern. Überall hat alles einen afrikanischen Touch: Kronleuchter aus Müll, afrikanisches Essen und ein von Heller entworfener Teppich.
Was sind Ihre Lieblingsszenen bei "Afrika! Afrika!"? Was könnten Sie sich immer wieder ansehen?
HOFFMANN: Ich war bei rund 100 Shows dabei und mir raubt die knapp zwei Stunden dauernde Aufführung immer wieder aufs Neue den Atem. Bereits der Eröffnungstanz mit über 20 Tänzern mit Tanzen und Stampfen zu afrikanischen Rhythmen bringt so viel Energie ins Zelt. Nach zweieinhalb Minuten toben die 2000 Gäste. Aber auch der Gummistiefel-Tanz der afrikanischen Minenarbeiter mit ihren eingeölten, nackten Oberkörpern und Gummistiefeln, die sie wie Steppschuhe verwenden, ist ein Hit. Eine weitere Lieblingsszene ist die Menschenpyramide aus 25 jungen Akteuren.
Am Freitag war die "Afrika! Afrika!"-Premiere in Linz. Wann kommen Sie jetzt zu uns?
HOFFMANN: Bereits nächste Woche fahren die ersten 20 Sattelschlepper von Antwerpen nach Klagenfurt. Dann wird mit dem Aufbau der Zeltanlage auf dem Gelände des Rutar-Centers begonnen. Kurz vor der Premiere am 30. April kommen dann die Jongleure, Seiltänzer und Schlangenmenschen nach Kärnten.
Was passiert nach Klagenfurt?
HOFFMANN: Wir haben ein Angebot von der Expo 2010 in Shanghai. Danach gibt es wahrscheinlich eine Asien-Tour. Auch Amerika ist denkbar. Wir werden sehen . . .








