Die zwei Seiten des Aufigondl'ns
Zwa Brett'ln, a g'führiger Schnee ... zum Juchee gehört für den verwöhnten Schigast noch etwas dazu: die bequeme Seilbahn. Und die hat nicht nur Vorteile.

Foto © Hauser KaiblingModernste Kabinen für bestmöglichen Komfort
Mit dem einfachen Schlepplift gibt sich heutzutage in Schigebieten kaum ein Gast zufrieden. Moderne Sessellifte müssen es sein, oder bequeme Gondeln, in die man ohne große Hast einsteigen kann. Was so mancher vergisst: Der hohe Komfort kostet auch Geld. Und das schlägt sich nicht zuletzt in den gestiegenen Liftkartenpreisen nieder.
Kapazitäten steigen. 3.003 Anlagen, davon 973 Seilbahnen und 2.030 Schlepplifte sind derzeit in Österreich im Einsatz. Und es werden immer weniger: Die Kapazitäten der einzelnen Lifte steigen und ermöglichen so eine Reduktion der Anlagen. Insgesamt konnten in der letzten Schisaison 476 Millionen Beförderungen in Österreich gezählt werden. Im europäischen Vergleich liegt Österreich mit 48,2 Millionen Schitagen mit 25% Anteil in Europa knapp hinter Frankreich (28%).
Umweltschutz. Nachteile des stetigen Ausbaus: Immer mehr bisher unberührte Natur wird durch den Seilbahnbau erschlossen und unwiderruflich zerstört. Der Österreichische Alpenverein versucht dem entgegenzuwirken und listet auf seiner Website die besonders bedrohten Gebiete auf. Ein weiterer Streitpunkt ist die künstliche Beschneiung, die mit dem Ausbau der Seilbahnen einher geht. Im Vorjahr wurden bereits 127 Millionen Euro in Beschneiungsanlagen investiert, mit 300 Anlagen liegt Österreich weltweit an der Spitze. Kritik üben die Umweltschützer dabei am hohen Wasser- und Energieverbrauch, künstlich gebauten Wasserspeichern, die Lärmbelastung und den ökologischen Auswirkungen auf Vegetation und Boden.
Features
Seilbahn-Historie
Den ersten Lift gab es in Österreich bereits 1926, es war die Seilschwebebahn auf die Rax. Der erste Schlepplift wurde dann 1936 in Ebensee fertig-
gestellt, 1947 konnte man mit dem ersten Sessellift in der Tiroler Wildschönau ohne Anstrengung höchste Höhen erklimmen.
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Architektur am Berg: Galzig-Talstation in St. Anton am ArlbergFoto © St. Anton am Arlberg










