Wintergaudi mit Risiko
Hochbetrieb derzeit auf den verschneiten Pisten - und in den Spitälern. 50.000 verletzen sich jährlich beim Wintersport. Die Gefahr lauert nicht nur beim Schifahren.

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Wie bestellt präsentiert sich zu den Weihnachtsferien das Bergwetter und Tausende rutschen und gleiten derzeit die heimischen Hänge talwärts. Hochbetrieb herrscht aber auch in den Ambulanzen und bei der Pistenrettung. Der Rettungshubschrauber C 14 war gestern permanent in der Luft: Auf dem Gaberl, der Hochwurzen, der Planner- und der Bürgeralm galt es verletzte Schifahrer zu bergen. Allein im Bezirk Liezen zählte man mehr als 20 Pistenunfälle.
Sucheinsatz.
Einen großen Sucheinsatz löste ein Snowboarder (31) aus New York aus, der am Dachsteinplateau der Spur einer Schitour folgte und dann mangels Gefälle nicht mehr weiter konnte. Gestern Abend suchte die Bergrettung dann auch zwei Tourengeher, die sich bei der Abfahrt vom Scheiblingstein nahe Ardning verirrt hatten. Tragisch endete der Sturz eines Schifahrers (17) aus Holland in Kaprun (Salzburg). Er schlug so hart mit dem Kopf auf, dass er verstarb.
60.000 Verletzte.
Insgesamt gab es in der letzten Wintersaison in Österreich 50 Tote bei Wintersportunfällen. 3800 Verletzte zählte die Alpinpolizei, die lediglich Unfälle mit Fremdverschulden in ihrer Statistik registriert. Insgesamt dürften es an die 50.000 gewesen sein. Für die aktuelle Saison prognostiziert das Kuratorium für Verkehrssicherheit sogar 60.000 verletzte Wintersportler.
Abseits der Piste.
Wobei sich viele Unfälle abseits des klassischen Schilaufs ereignen. Erst in der Nacht auf Samstag verletzten sich drei alkoholisierte Mädchen in Tirol, nachdem sie beim Rodeln gegen eine Liftstütze geprallt waren. Vor einer Woche kamen in Salzburg ein Vater und seine dreijährige Tochter bei einem Rodelunglück ums Leben.
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Wahl der Strecke
Rund 2500 Rodelunfälle allein bei Kindern und Jugendlichen pro Jahr in Österreich setzen diesen relativ preisgünstigen Sport an die dritte Stelle bei Sportunfällen. Die größte Tücke stellt die schwere Steuerbarkeit und die mangelnde Kontrolle über das Gerät dar. Daher kommt es oft zu Kollisionen mit festen Hindernissen oder mit Autos.
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Fakten
Übermut, Wahrnehmungs- und Fahrfehler sind die häufigsten Ursachen, 80 Prozent der Stürze passieren ohne Fremdverschulden. Neben der Ausrüstung (wichtig: Bindung, bei Kindern der Helm) ist also die Fahrweise ausschlaggebend für unfallfreies Pistenvergnügen.










