In Kärnten ist die Eiszeit angebrochen
Kufenflitzer haben an vielen Seen schon freie Bahn. Selbst dort aber, wo das Eis noch nicht trägt, darf man hoffen. Die derzeitigen Wetterverhältnisse versprechen eine optimale Saison.

Foto © APA (Symbolfoto)Experten beoachten das Eis beim Wachsen
All jene, die oft und gern mit ihren Eislaufschuhen übers gefrorene Seewasser gleiten, dürfen sich freuen. Dank derzeitiger Wetterverhältnisse frieren immer mehr Kärntner Seen zu (siehe linke Spalte). Die Bedingungen könnten sich - bleiben uns die derzeitigen Temperaturen noch einige Zeit erhalten - in dieser Saison als optimal herausstellen.
Perfekte Eis-Qualität. Und selbst wenn die langfristigen Prognosen für eine tragende Decke auf dem (derzeit noch offenem) Wörthersee eher schlecht stehen, René Riepan, Vorstandsmitglied vom Eislaufverein Wörthersee, meint: "Sag' niemals nie!" Gehofft werden darf also. Selbst wenn Kärntens größter See aber ohne Eisdecke bleiben sollte, Möglichkeiten zum Eislaufen gibt es kärntenweit genug (siehe linke Spalte). Eismeister Norbert Jank vom Weißensee freut sich vor allem über die perfekte Qualität des Eises auf der Westseite des Sees. "Das Eis wird jetzt schon gehobelt, es ist somit spiegelglatt. Die Eisdecke besteht fast zur Gänze aus Kerneis", sagt der Eismeister. Im Gegensatz zum Schneeeis besteht dieses Eis lediglich aus gefrorenem Seewasser und ist deshalb besonders stabil. In eine Eisdecke aus Schneeeis hat es - wie der Name verrät - immer wieder einmal hineingeregnet oder geschneit. "Das Eis ist dann poröser und leichter brüchig", erklärt Riepan. Während Kerneis schon mit etwa zwölf Zentimetern sehr tragfähig ist, braucht man bei Schneeeis eine wesentlich dickere Schicht, um es gefahrlos betreten zu können. Eis ist also nicht gleich Eis, warnen die Kenner. Ob es tragfähig ist oder nicht, hängt dabei von vielerlei Faktoren ab.
"Beim Wachsen beobachtet". Selbst die Profis können die Festigkeit nicht beim flotten Drübergleiten mit Schlittschuhen feststellen, so wie es manch Sportsfreund zu können vermeint. "Das Eis wird stetig beim Wachsen beobachtet, man darf es nur vorsichtig abgehen", sagt Riepan. Zudem spielt es eine große Rolle, ob Schnee liegt, oder nicht. "Zuviel Schnee auf dem Eis bremst das Wachstum", sagt Jank, aber eine ganz dünne weiße Schneeschicht ist hilfreich. "Das blanke Eis nimmt das Sonnenlicht sehr gut auf, dadurch schmilzt die Eisdecke tagsüber leicht auf, in der Nacht kommt dann wieder der Frost. Diese Temperaturschwankungen sind für das Wachstum niemals ideal."
Gute Prognose. Die vorläufige Wetterprognose steht gut für alle Eislauffans, denn die Temperaturen bleiben um den Gefrierpunkt und damit niedrig genug. Zudem soll es ab Neujahr Schnee geben und wenn es Frau Holle nicht gleich übertreibt, könnte diese Schneeschicht genau die richtige "Isolierung" für Kärntens Eisdecken werden. Ab Dienstag schneit es im Norden, ab Donnerstag auch im Süden erstmals wieder nach der niederschlagsarmen Zeit.










