Winter ohne Schnee: Hoteliers rufen um Hilfe
Angesichts der derzeitigen Schneelage in den Skigebieten ruft die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) um Hilfe.

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Angesichts der derzeitigen Schneelage in den
Skigebieten ruft die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) um
Hilfe. Man müsse sich jetzt Gedanken machen und nicht erst im Juli,
wenn bereits die ersten Geier kreisen, verlangten die ÖHV-Präsidenten
Peter Peer und Sepp Schellhorn in einer Pressekonferenz aus Anlass
des Hotelierkongresses am Dienstag in Bad Ischl in Oberösterreich.
Situation.
Noch sei die Situation nicht dramatisch, betonte Schellhorn.
Weihnachten und Silvester seien hervorragend gelaufen. Im gesamten
Westösterreich sei es möglich, Ski zu fahren. Höhere Lagen - über
1.300 Meter würden boomen, beispielsweise Obertauern oder der
Arlberg. Bisher seien die Ausfälle nicht zu beziffern. Aber die Lage
werde dramatisch, wenn der Schnee in den Hauptmonaten - der Zeit der
Semesterferien bis Fasching - ausbleibe, Da müsse man sich Gedanken
machen über "was ist wenn ?". Das treffe nicht nur die Hoteliers,
sondern auch den Handel und die Seilbahnen, denn diese fahren dann
gar nicht mehr.
Krise.
Schellhorn gestand ein, dass man auf die augenblickliche Krise
nicht vorbereitet sei, denn die vergangene Winter seien schneereich
gewesen. Er verlangte eine Kapitalstützung etwa in Form von
zinsenlosen Krediten und ein Fördersystem über den Sommer. Dabei
sollten die Österreichische Hotel-Treuhand, das Wirtschafts- und das
Finanzministerium zusammenarbeiten. Im Bereich der Landwirtschaft
gebe es ja auch eine Hagelversicherung und andere
Unterstützungsinstrumente bei Missernten. Es müsse weitergehende
Überlegungen geben nicht nur über Berge ohne Schnee, sondern auch
über Sommer ohne Sommer und - wie im Regierungprogramm vorgesehen -
Sonntag ohne Shoppen.
Bewerbung.
Wichtig sei auch die Bewerbung für das nächste Jahr. Denn die
bereits erfolgten Buchungen seien zwar eingehalten worden. Aber die
Touristen denken sich dann "Da fahren wir nächstes Jahr nicht mehr
hin". Es habe einen Buchungshöchststand gegeben und bei normaler
Schneelage hätte es heuer einen Rekordwinter gegeben.










