Wechsel-Skigebiet sperrt zu
In St. Corona auf der niederösterreichischen Seite des Wechsels sperrt das Land 2013 den Betrieb zu. Im steirischen Wechselgebiet kritisiert man die Förderungen.

Foto © Bergbahnen St. Corona am Wechsel
Im Vorjahr hatte das Land Niederösterreich die defizitären Bergbahnen in St. Corona am Wechsel übernommen. In einer Aussendung gab nun die niederösterreichische Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) bekannt, dass der Skibetrieb mit Ende der Saison 2012/13 eingestellt wird und die Liftanlagen rückgebaut werden. Einzig der Kinderskibereich soll erhalten bleiben und künftig als ganzjährig betriebenes Kindersportland Teil der Neuausrichtung werden.
Geplant ist laut Bohuslav, St. Corona und die umgebende Region ganzjährig auf Familientourismus einzustellen. So soll die Sommerrodelbahn erneuert werden sowie die Gasthöfe und Hütten durch einen Familienwanderweg verbunden werden. Zudem ist eine Aussichtswarte auf der Kampsteiner Schwaig geplant. Fünf Millionen Euro will das Land Niederösterreich für die touristische Neuausrichtung bereitstellen.
Auf der steirischen Seite des Wechsels sieht man das Ende des Skibetriebs beim niederösterreichischen Gegenüber gelassen. Andreas Schwengerer von den Hochwechselliften in Mönichwald glaubt nicht, dass man Auswirkungen spüren werde. Vielmehr stört ihn die Förderpolitik: "Dort gibt es jetzt wieder fünf Millionen Euro vom Land. Wir auf der steirischen Seite bekommen nichts." Dies sei auch schon vor Jahren bei Ausbau der Lifte und Beschneiungsanlagen im zweiten niederösterreichischen Skigebiet am Wechsel, in Mönichkirchen, so gewesen. Schwengerer: "Dort wurde mit Landeshilfe massiv investiert und als es sich nicht ausging der Betrieb vom Land schließlich übernommen." Gegenüber den privaten steirischen Liftbetreibern sei das eine massive Wettbewerbsverzerrung.










