Hotel mit 1000 Betten im Mölltal geplant
Die Firmengruppen Schultz und Haselsteiner wollen in Flattach ein Fünfsternehotel und 75 Chalets bauen. Wegen der Schneesicherheit setzen das Land und die Investoren große Stücke auf das Mölltaler Skigebiet.

Foto © PrivatUm das Skigebiet auf dem Mölltaler Gletscher künftig wirtschaftlich führen zu können, ist eine Erweiterung der Bettenkapazität in der Standortgemeinde Flattach geplant
Der Flattacher Bürgermeister Kurt Schober (FPK) freut sich: "Endlich kommen Arbeitsplätze in das Obere Mölltal. Denn derzeit wandern immer mehr Menschen ab, weil sie hier keine Arbeit finden." Der Gemeindechef spricht von einem Hotel-Chalet-Dorf mit rund 1000 Betten, das in den nächsten zwei Jahren verwirklicht werden soll.
Die Landesregierung wird am Dienstag den Grundsatzbeschluss für den Bau fassen. Finanzlandesrat Harald Dobernig (FPK) hat am Montag die Gesamtkosten des Projektes mit 48 Millionen Euro beziffert. An Förderungen sind neun Millionen vorgesehen: je drei Millionen Euro vom Wirtschaftsförderungsfonds, Bund und von der EU.
Hinter diesem Projekt stehen zwei prominente Investoren: die Schultz Seilbahn-Gruppe aus dem Zillertal und die Haselsteiner Familien-Privatstiftung. Beide halten je 50 Prozent an den Mölltaler Gletscherbahnen. Es ist kein Geheimnis, dass ein Gletscher-Skigebiet mit Tagesgästen allein nicht wirtschaftlich geführt werden kann.
Deshalb war ein großes Sporthotel von Anfang an integrativer Bestandteil der Gletscher-Erschließung. Mit einem 500-Betten-Hotel und den 600 Betten in 75 Chalets steigt die Beherbergungskapazität in der Gemeinde Flattach um ganze 105 Prozent.
Der Mölltaler Gletscher ist ein beliebtes Trainingsgebiet von Skinationalmannschaften. Diese mussten bisher in verschiedenen Dreisternehäusern untergebracht werden. In der neuen Anlage werden sie gemeinsam unter einem Dach wohnen können. Das Hotel, für das der Spatenstich im Herbst 2013 vorgenommen werden soll, wird 100 Ganzjahresarbeitsplätze bieten. Das Land setzt große Stücke auf das Mölltaler Skigebiet. "Wegen seiner Höhe bietet der Gletscher bei drohender Klimaerwärmung absolute Schneesicherheit", sagt Landeshauptmannstellvertreter Uwe Scheuch. Das Skigebiet wird laufend ausgebaut, erst im Oktober 2011 wurde der neue Altecklift eröffnet.










