Skigebiet Lachtal wird verkauft
Kreischberg will das nahe Skigebiet Lachtal übernehmen. Die Regierung beschließt am Donnerstag den Verkauf. Im Lachtal hält sich die Freude darüber aber in Grenzen.

Foto © Lachtal Seilbahnen
Franz Voves und Hermann Schützenhöfer stehen im Starthaus und geben das Rennen um den Verkauf der Landesanteile an den Lachtal-Seilbahnen frei. In der Regierungssitzung am Donnerstag fällt der Grundsatzbeschluss über den Verkauf. Am Lachtal gibt es zwei Gesellschaften: Die eine führt die Geschäfte, die andere hält das Gesellschaftsvermögen. In beiden hält das Land je 80 Prozent.
Einen Fixstarter gibt es. Dem Land liegt ein verbindliches Angebot der Kreischberg-Seilbahnengesellschaft vor, die seit Jahren Interesse am nahegelegenen Lachtal bekundet. In einem Konzept versprechen die Kreischbergler unter anderem ein gemeinsames Kartenangebot und "keine Hochpreisstrategie".
Doch am Lachtal kommt angesichts einer Übernahme nicht nur Freude auf. "Das passiert alles hinten herum, wir werden vom Land nicht informiert. Gerade sind Millionen in den Ausbau geflossen, jetzt will man plötzlich verkaufen, das finde ich nicht in Ordnung", grollt etwa Gastwirt und Gesellschafter Thomas Gell.
"Wir sind zuversichtlich"
Kreischberg-Geschäftsführer Karl Schmidhofer, einst selbst Chef am Lachtal, hat dort auch etliche Gegner. Doch an ihm dürfte kein Weg vorbeiführen. Er hält in der geschäftsführenden "Lachtal Lifte und Seilbahnen GmbH" schon derzeit 20 Prozent und hat gegenüber dem Land das uneingeschränkte Recht, dessen Anteile zu übernehmen. Auch an der zweiten Gesellschaft ist Schmidhofer mit seinen Brüdern - einer davon ist der Lachtaler Bürgermeister - beteiligt.
"Wir sind zuversichtlich, das Übernahmeprojekt Lachtal noch heuer positiv abschließen zu können", lässt Kreischberg-Miteigentümer Erich Moser wissen.










