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Zuletzt aktualisiert: 30.11.2011 um 08:48 UhrKommentare

Hoffnung "schmilzt" in Schigebieten zuletzt

Schiliftbetreiber in Osttirol warten sehnsüchtig auf winterliche Temperaturen. Erst dann kann man mit der künstlichen Beschneiung beginnen und die Pisten daunenweich präparieren.

Auf dem Lienzer Schloßberg laufen die "Schneeerzeuger" bereits auf Hochtouren, während sie in den anderen Osttiroler Schigebieten noch stillstehen

Foto © HatzAuf dem Lienzer Schloßberg laufen die "Schneeerzeuger" bereits auf Hochtouren, während sie in den anderen Osttiroler Schigebieten noch stillstehen

Hoffen und warten, das ist derzeit noch das Motto in den Schigebieten in Osttirol. Denn zuweilen lässt "Frau Holle" sich noch mächtig viel Zeit, ihre Schneeflockendecke über Osttirol auszuschütteln. Außerdem klappt es angesichts der milden Temperaturen, besonders in den höheren Lagen, auch noch nicht so richtig mit der künstlichen Beschneiung. Und dennoch kommt noch keine Nervosität bei den Schiliftbetreibern auf.

Wenn alles nach Plan läuft, steigt das gemeinsame Schi-Opening im Großglockner-Resort Kals-Matrei, in St. Jakob und Sillian bereits am 8. Dezember. "Wir nützen jede Minute aus, um zu beschneien. Jedoch geht das derzeit nur in der Nacht und erst ab minus drei Grad", sagt Gerd Hütter, rechte Hand von Liftkaiser Heinz Schultz. "Wenn die Temperaturen jedoch passen, schaffen wir in nur drei Tagen die Grundbeschneiung", so Hütter.

Kanonen speien Schnee

Auf dem Schloßberg am Lienzer Hochstein hat das große Rattern bereits vor einigen Tagen eingesetzt. Während dort 30 Lanzen schon auf Hochtouren laufen, stehen am Zettersfeld die Schneekanonen noch still. Der "Lienzer Bergbahnen"-Geschäftsführer Klaus Hofstätter bringt die missliche Lage auf den Punkt: "Wir hoffen auf ordentliche Minustemperaturen und auf Naturschnee. Und wenn es das Wetter zulässt, starten wir sofort mit der Beschneiung". Denn in den beiden Lienzer Schigebieten Hochstein und Zettersfeld sind über hundert "Schneeerzeuger" auf scharf gestellt und bei den richtigen Temperaturen sofort einsatzbereit. "Schneeerzeuger sage ich deswegen, weil es Schneekanonen und Schneelanzen gibt", erklärt der "Lienzer Bergbahnen"-Geschäftsführer. Auch im Schigebiet Golzentipp in Obertilliach sind die Hänge noch aper. "Wir warten auf kalte Nächte, in denen wir kostengünstig beschneien können. Wir wollen die Energie nicht sinnlos verschwenden", sagt Josef Lugger, Geschäftsführer der Obertilliacher Bergbahnengesellschaft. Und falls die ersehnten kalten Tage endlich hereinschneien, ist man gut gerüstet. "70.000 Kubikmeter Wasser warten im Speicherteich auf 2200 Meter Seehöhe darauf, in die 48 Schneekanonen und Lanzen zu rinnen, um über die 60 Hektar Pisten eine weiße Decke zu legen", sagt Lugger und hofft, dass "wir am 8. Dezember starten können".

RAIMUND MÜHLBURGER, MERSIHA KASUPOVIC

Fakten:

Schultz-Schigebiete. Großglockner-Resort Kals-Matrei, Thurnthaler und St. Jakob am 8. Dezember gemeinsames Opening

Lienzer Bergbahnen. Zettersfeld und Hochstein, Schi-Opening und Saisonstart noch nicht bekannt, hängt von Schneelage ab

Golzentipp Obertilliach. Saisonstart je nach Schneelage zwischen 8. und 11. Dezember

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