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    Zuletzt aktualisiert: 07.02.2011 um 16:07 UhrKommentare

    Investitionsboom in Gastein zieht mehr Urlauber an

    Gelder fließen in neue Seilbahnen, Beschneiungsanlagen und Hotels. Damit haben sich die Nächtigungen seit den 90er Jahren um 40 Prozent erhöht.

    Für schwindelfreie Gäste hat die Gasteiner Bergbahnen AG bei der Bergstation der Stubnerkogelbahn in Bad Gastein vor eineinhalb Jahren eine rund 140 Meter lange Hängebrücke errichtet

    Foto © APAFür schwindelfreie Gäste hat die Gasteiner Bergbahnen AG bei der Bergstation der Stubnerkogelbahn in Bad Gastein vor eineinhalb Jahren eine rund 140 Meter lange Hängebrücke errichtet

    Im Gasteiner Tal wird derzeit kräftig investiert und renoviert. Die Seilbahnverbindungen zu den Berggipfeln werden reihum durch moderne Garnituren ersetzt, es gibt schon fast überall Beschneiungsanlagen und zahlreiche Hotels wurden neu gebaut oder zumindest generalsaniert. Die Aktivitäten zeigen bereits Wirkung: Gegenüber den 90er Jahren, als Bad Gastein noch die Stadt der Jugendstil-Hotelruinen war, erhöhte sich die Zahl der Nächtigungen in Bad Gastein um gut 40 Prozent von 850.000 auf nunmehr 1,2 Millionen. Das gesamte Gasteiner Tal inklusive Hofgastein und Dorfgastein erzielt mit 17.000 Gästebetten 2,5 Mio. Nächtigungen.

    "Hier tut sich ganz massiv etwas", betonte der Bürgermeister von Bad Gastein, Gerhard Steinbauer. "Die Ruinen sind alle weg." Fast alle. Denn im Stadtbild von Bad Gastein klafft noch eine unübersehbare Wunde mitten im Zentrum. Vor zehn Jahren hatte der Wiener Immobilienspekulant Franz Duval das frühere Grandhotel Straubinger aus der Konkursmasse sowie das alte Postamt und das Badeschloss um rund 3,6 Mio. Euro von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) gekauft.

    In einer Hand

    Drei Jahre später - 2004 - bekam er um weitere 2,4 Mio. Euro auch noch das Hotel Austria (ehemals Sitz des Gemeindeamtes) und das gegenüberliegende Kongresshaus - einen Betonklotz aus den 70er Jahren - von der Bad Gasteiner Kur- und Kongress-BetriebsgesmbH, einer Auffanggesellschaft aus dem großen Crash der Gemeinde im Jahr 1976. Somit gehört ihm das halbe Zentrum. Die Gebäude lässt er seit seinem Einstieg verfallen. "Die fünf Duval-Häuser sind der tragische Kontrapunkt zu der restlichen sehr positiven Entwicklung", so Steinbauer.

    Zahlreiche Hotels aus den 40er und 50er Jahren wurden in den vergangenen Jahren abgerissen und durch neue Bauten ersetzt: So wird etwa gerade das Hotel Schillerhof neu errichtet - Bauphase eins ist bereits abgeschlossen. Ebenfalls weg ist das Hotel Savoy, das in den kommenden zwei bis drei Jahren neu aufgelegt werden soll. Unter den älteren Hotels, die kurz nach 1900 errichtet wurden, sticht das Hotel Elisabethpark hervor - es wurde bereits 2007/08 generalsaniert. Vom 1902 errichteten Gasteiner Hof ist nichts mehr zu sehen - der erste Teil wurde bereits 1986 abgerissen, zwanzig Jahre später der Rest. Laufend investiert auch der Salzburger Hof, der seit Mitte der 80er Jahre im Eigentum des schwedischen Hotelbetreibers Janus der Familie Magnusson steht.

    Upgrade auf Fünf-Stern

    Der zur Nürnberger Versicherung gehörende Europäische Hof direkt gegenüber dem Gasteiner Golfplatz, hatte vergangenen Herbst acht Wochen lang geschlossen, um alle 111 Zimmer komplett zu renovieren und den Wellness-Bereich neu zu gestalten. "Ende Mai 2011 ist das Projekt 'Europäischer Hof neu' abgeschlossen", sagte Hoteldirektorin Gabriele Obermair. Branchenkenner sprechen von einem "kompletten Upgrade". Das Vier-Sterne-Hotel will sich dem Vernehmen nach um eine Kategorie verbessern und somit dem derzeit einzigen Fünf-Sterne-Haus in Bad Gastein, dem Grand Park Hotel, Konkurrenz machen.

    Einzig in Duvals Anteil im Ortskern von Bad Gastein steht alles still. Der anfangs noch als "Retter von Gastein" gefeierte Investor, mit dem die Stadt seit Jahren keine Gesprächsbasis mehr findet, verlangt von potenziellen Interessenten - darunter die Baufirmen Porr und Strabag bzw. italienische Hotelbetreiber - angeblich zu hohe Preise. Der jüngste Deal platzte 2007. "Es hat ihm nie ein Preis gepasst", so der Bürgermeister. Duval habe vom ersten Tag an immer wieder Ausreden gehabt, warum er nichts tut. Italienische Investoren hätten vor drei Jahren 15 Mio. Euro für das Immobilienpaket geboten, der Eigentümer wollte aber angeblich 20 Mio. Euro. "Wir lassen uns nur noch positiv überraschen - wir haben alles versucht, was möglich ist", so Steinbauer.


    Woher kommen sie?

    Weit über die Hälfte der Urlauber im Gasteiner Tal kommt aus Österreich (37 Prozent) oder Deutschland (27 Prozent). Dahinter folgen die Osteuropäer mit rund 16 Prozent und die Skandinavier mit etwa 12 Prozent. Nicht einmal 3 Prozent der Urlauber kommen aus Großbritannien und Irland. Der Anteil der Österreicher bleibt laut Geschäftsführer der Gasteinertal Tourismus GmbH, Martin Zeppezauer, relativ konstant. Bei den Deutschen habe die Region in den vergangenen zehn Jahren deutlich verloren, dafür habe sich aber der osteuropäische Markt stark entwickelt.

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