"Osttirodler" fräst sich den Hochstein hinauf
Lokalaugenschein am Lienzer Hochstein. Die neue Rodelbahn, mit dem klingenden Namen "Osttirodler", wird zu Weihnachten ihren Betrieb aufnehmen. Die Baukosten bleiben im Rahmen.

Foto © HatzAndreas Kleinlercher, Vorstand der Lienzer Bergbahnen AG, beim Lokalaugenschein auf der Baustelle der "Osttirodler"-Bahn am Hochstein in Lienz
Naturschützer und Fans von Bäumen sollten zurzeit den Wald über Schloss Bruck in Lienz lieber meiden. Die Baustelle für die 2700 Meter lange Rodelstrecke, die den klingenden Namen "Osttirodler" trägt, beziehungsweise die der Zubringerbahn bietet optisch keine Freude für die Umwelt. Das war aber vor einem Jahr, als für die Schipiste der Schlossberghang abgesprengt und abgetragen wurde, auch der Fall. Heute ist Gras darüber gewachsen, Narben in der Natur sind nicht mehr sichtbar.
So werden nach der Fertigstellung, Aufforstung und Säuberung entlang der Trasse auch diese Landschaftseingriffe in Vergessenheit geraten. Davon ist Andreas Kleinlercher, Vorstand der Lienzer Bergbahnen, überzeugt. Von der Talstation der Schlossbergbahn bis auf 1006 Meter Seehöhe zur "Moosalm" rackern an die 30 Arbeiter seit Wochen Tag für Tag, befestigen Beton und Aluminiumstahl (insgesamt 450 Tonnen von 21 Lkw) im steilen Gelände. Der "Osttirodler" fräst sich den Hochstein hinauf.
Eröffnung zu Weihnachten
Die vier Kreisel in unterschiedlichen Höhen - von sechs bis elf Meter - sowie die Rohre für die 100 Rodeln und die Sicherheitsnetze sollen in 14 Tagen im Berg verankert sein. Kleinlercher: "Der Hochstein braucht ein Gesamtkonzept, wobei der ,Osttirodler' neben Waldseilgarten, Streichelzoo und Speicherteich eine wesentliche Rolle spielt." Damit der Berg eine Geschichte aus der Heimat erzählt, sind alle aufgerufen ihren Teil beizutragen. Zum Beispiel Firmen können gegen einen Obolus ihre Rodel auf der Bahn individuell gestalten. Der Preis für die achtminütige Fahrt beträgt sechs Euro für Erwachsene und fünf Euro für Kinder. Fährt der Besucher mit der Schlossbergbahn hoch, muss der große drei, der kleine sechs Euro drauflegen. Im Soll liege man laut Kleinlercher bei den geplanten Baukosten von 2,6 Millionen Euro: "Etwas Außergewöhnliches kann in diesem Gelände immer passieren." Die Inbetriebnahme für den "Osttirodler" ist für den Christtag vorgesehen, die offizielle Eröffnung am 2. Jänner 2011. Wer den Winterspaß weiterhin auf verschneiten Wegen genießen möchte, der kann über den Buchwaldweg ins Tal rodeln.
Features
Besichtigung
Termin. Die Bevölkerung in Osttirol kann sich selbst vor Ort ein Bild über den Baufortschritt der Rodelbahn am Lienzer Hochstein machen.
Zeit. Am Freitag, 22. Oktober 2010, um 13.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Abgang. Von der Talstation der Schlossbergbahn geht es gratis mit der Seilbahn zur Moosalm und auf dem Retourweg über die Trasse der neuen Rodelbahn. Die Besucherzahl ist nicht beschränkt!
Fortsetzung. Ist das Interesse der Leute dementsprechend, planen die Bergabahnen auch weitere Besichtigungstermine. Diese sind aber vom Wetter abhängig.
Infos. Nähere Infos gibt es unter www.lienzer-bergbahnen.at










