Tourengeher riskieren ihr Leben
Aufgrund der warmen Temperaturen ist die Lawinengefahr derzeit erheblich. Deshalb übte die Bergrettung samt Lawinenhundestaffel für den Ernstfall.

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Viele Tourengeher wollen am Ende der Wintersportsaison noch einmal die Chance nutzen, um auf schneebedeckten Hängen ihrem Hobby zu frönen. Doch das frühlingshafte Wetter birgt für Wintersportler abseits der Pisten große Gefahr. Experten rufen für das Wochenende die Lawinenwarnstufe 3, also erhebliche Gefahr, aus. "Durch die Sonneneinstrahlung sind auch Selbstauslösungen möglich", betont Alexander Podesser von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Besonders gefährlich seien aber schattseitige Hänge mit dicker Schneedecke.
Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, übte die Lawinenhundestaffel der Bergrettung Steiermark auf der Tauplitzalm für den Ernstfall. Ein Dutzend der speziell ausgebildeten Suchhunde musste in drei Lawinenkegeln nach Verschütteten suchen. Doch bevor die Tiere zum Einsatz kommen, wird die massive Schneedecke von zwölf Bergrettern, die Schulter an Schulter marschieren, mit Sondiergeräten abgesucht. "Einerseits können wir so Personen oder Gegenstände ertasten. Andererseits entstehen dabei Luftlöcher, dadurch wird die Chance größer, dass die Hunde Witterung aufnehmen", sagt Willi Danklmaier, der Referent der Lawinenhundestaffel.
Nach wenigen Minuten hat der Deutsche Schäferhund Saro den Geruch eines Lawinenopfers in der Nase. Mit aller Kraft versucht sich der Rüde mit seinen Vorderbeinen in den Hohlraum des Lawinenkegels vorzugraben - mit Erfolg. Noch ein paar Hiebe mit der Schnauze, und das Loch ist groß genug für die Bergung. Zu fünft ziehen die Hundeführer den Kollegen, der das Opfer spielt, aus der Lawine. Rund zehn Mal pro Saison erleben das die Bergretter in der Realität. "Dabei geht es um Minuten. Die größte Überlebenschance besteht aber, wenn ein Opfer von den Begleitern befreit wird", so Danklmaier.
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LAWINENHUNDESTAFFEL
25 Hunde, davon sechs in Ausbildung, hat die steirische Bergrettung. Häufige Arten sind Deutsche sowie Altdeutsche Schäferhunde (Harzer Füchse).
Nur Bergrettung und Alpinpolizei dürfen aufgrund ihrer Alpinausbildung in den Lawineneinsatz.










