Das Schivergnügen ist bis Ostern gesichert
Dem weihnachtlichen Schwung auf die Piste steht nichts mehr im Wege: Aus allen Rohren wurde in den Tagen der großen Kälte auf der Gerlitzen beschneit. Jetzt sind sämtliche Lifte und Pisten in Betrieb.

Foto © Moser
Solch eine Menge Schnee auf einem Haufen kann man sich kaum vorstellen. 420.000 (!) Kubikmeter der weißen Pracht haben Gerlitzen-Geschäftsführer Hans Hopfgartner und seine Mannschaft in den vergangenen Tagen erzeugt. "Das ist eine Menge, die 42.000 Lkw füllt", schildert Hopfgartner plakativ. "Anders ausgedrückt: Wir haben pro Sekunde 450 Liter Wasser in einen Kubikmeter Schnee verwandelt, und für eine ganze Lkw-Ladung brauchen wir zehn Sekunden."
Freilich, wenn Frau Holle nicht so recht mitspielt, müssen die technischen Geräte aushelfen. "Die Kelag wird sich freuen", spekuliert Hopfgartner weiter. "Wir haben in den vergangenen zehn Tagen aber auch 150.000 Euro an Stromkosten produziert." Die Qualität für den Schifahrer, die gute Beschaffenheit der Pisten mache diesen Einsatz erforderlich. Abfahrten und Lifte sind ab heute alle in Betrieb, und zwar gleich ab 8.15 Uhr. "Bis einschließlich Ostermontag ist der Schibetrieb bei uns gesichert", blickt der Gerlitzen-Mann in die weiße Zukunft. "Auf der Piste liegen sicher gut und gern 50 Zentimeter."
Tief winterlich
Die extreme Kälte der vergangenen Tage hätte die Anlage der satten Schneedepots möglich gemacht. Zu Wochenbeginn erwartet Hopfgartner ein etwas wärmeres Adriatief: "Auf dem Berg sollte es aber schneien." Und, auch wenn bisher noch nicht dramatisch viel Schnee vom Himmel gekommen ist: Für die Verwandlung der Gerlitzen in eine tief winterliche, stimmungsvolle Landschaft haben die paar Zentimeter offenbar gereicht.
Warum die Kanzelbahn übrigens bereits so frühmorgens startet? "Da gehört der Berg wirklich noch den Einheimischen, die Ho telgäste kommen später, man hat morgens die besten Parkplätze, die unberührten Pisten und keine Wartezeiten", argumentiert Hopfgartner. "Viele Genussschifahrer nutzen die leeren, morgendlichen Hänge und auch unsere Zwei-Stunden-Karte, sind dann am späten Vormittag bereits wieder zurück in der Stadt."
Dreiländereck
Am kommenden Mittwoch wird Wolfgang Löscher, Geschäftsführer der Bergbahnen auf der Verditz und dem Dreiländereck, die Lifte ebenfalls einschalten. "Auf dem Dreiländereck lag bisher noch nicht so viel Naturschnee, die meiste weiße Pracht ist von uns erzeugt", erklärt er. "Und dort, wo wir keine Schneeanlagen haben, müssen wir mit dem Freigeben halt noch zuwarten."










