Schibrillen fürs Schönwetter im Test
Das "Konsument"-Testurteil: teils Verbesserungsbedarf bei Sicherheit und Haltbarkeit.

Foto © Steiermarkt Tourismus/photo-austria.atÜberaschende Testergebnisse bei Schibrillen
Strahlendes Wetter auf der Schipiste: Für viele ein Fall für die Sonnen- oder Sportbrille. Diese verrutschen aber leicht, passen mit ihren Bügeln meist nicht unter den Helm und auch der Schutz vor seitlich oder von oben einfallenden Sonnenstrahlen ist nicht immer ausreichend. Schibrillen für Schönwetter schaffen Abhilfe. Das Testmagazin "Konsument" hat insgesamt 17 Schönwetterbrillen getestet
und stellt dem Großteil ein gutes Ergebnis aus. Die hochpreisigen Modelle von Uvex können jedoch in puncto Sicherheit wenig überzeugen. Die billigste "gute" Brille gibt es ab rund 70 Euro.
Zwei Brillen empfehlenswerter. Wie stark der Abdunkelungseffekt von Schönwetterbrillen sein muss, um sich nicht geblendet zu fühlen, ist individuell unterschiedlich. Keine subjektiven Unterschiede gibt es jedoch beim Schutz vor UV-Licht (bis 400 Nanometer). Bis auf eine Ausnahme – dem getesteten Modell von Carrera – wurden alle Brillen den Anforderungen gerecht. Als problematischer erweist sich da schon der Scheibentausch, der häufig in ein Geduldspiel ausartet. "Hier ist es
empfehlenswert, sich zwei Brillen, eine für Schön- und eine andere für Schlechtwetter, zuzulegen", rät "Konsument"-Experte Konrad Brunnhofer.
Scheiben gesplittert.
Auf "weniger zufriedenstellend" abgewertet wurden die beiden Uvex-Modelle, da beim Test der Schlagfestigkeit der Scheiben jeweils eine der Doppelscheiben splitterte. Damit schneiden die teuersten Modelle im Test nahezu am schlechtesten ab. Lediglich die Marker
Striker wurde mit "nicht zufriedenstellend" noch schlechter bewertet. Der Grund: Eine hohe Schadstoffbelastung. Insgesamt wurden Weichmacher bei der Schadstoffprüfung (Schaumstoff) nur vereinzelt in geringen Mengen entdeckt. PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenstoffe) fanden sich jedoch in 13 von 17 Fällen.
Kosten.
Schibrillen sind sehr teuer und können bis zu 190 Euro kosten. Ersatzscheiben können im Extremfall sogar auf bis zu 200 Euro kommen. Die billigste "gute" Brille im Test – von Casco – ist aber bereits um rund 70 Euro erhältlich. Brunnhofer: "Beim Kauf einer Brille auf die gute Passform und ein weites Sichtfeld achten. Den Helm beim Kauf mitnehmen, denn wenn die Brille auf die Nasenflügel drückt, kann es beim Schifahren zu akuten Atemproblemen kommen."
Features
Fakten
Sämtliche Details finden sich ab 18.12. in der Jänner-Ausgabe des "Konsument".










