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Zuletzt aktualisiert: 30.03.2007 um 10:10 Uhr

Zecken lieben den Geruch von Buttersäure

Buttersäure und Wärme sind die Schlüsselreize für die kleinen Spinnentiere. Eine Bissgefahr besteht bereits ab acht bis zehn Grad.

Der Geruch nach Buttersäure und eine Temperatur von rund 37 Grad reichen aus, um die Zecke zum Zubeißen zu motivieren. Durch den warmen Winter sind die Tiere heuer besonders früh aktiv geworden. Etwa ab acht bis zehn Grad Außentemperatur sind Zecken bereit, nach einem geeigneten "Blutspender" Ausschau zu halten.

Gemeiner Holzbock. Der bei uns häufigste und bekannteste Vertreter der Schildzecken ist der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus). Die Weibchen sind mit vier Millimetern relativ groß, im vollgesogenen Stadium kann der Hinterkörper auf bis zu über zehn Millimeter anschwellen. Die Tiere brauchen dann monatelang keine Nahrung. Ein erwachsenes Weibchen kann nach einer derartigen Blutmahlzeit tausende Eier produzieren, die einfach in den Wald- oder sonstigen Boden gelegt werden.

Fakten

Wissenschafter haben versuchsweise Zecken auf 37 Grad warme Steine gesetzt und Buttersäuredämpfe verströmt, worauf die Parasiten prompt versuchten, den Steinen Blut abzuzapfen.

Nicht wählerisch. Als Jungtiere saugen Zecken durchaus auch an Kaltblütern wie Eidechsen. Im erwachsenen Stadium bevorzugen sie aber meist Säugetiere oder Vögel. Um überhaupt aktiv zu werden, genügen für manche Zeckenarten winzige Mengen von Buttersäure in der Luft, die meisten Säugetiere und auch der Mensch verströmen diesen Geruch. Ist das Opfer dann lokalisiert und erklommen, sucht sich die Zecke noch einen Platz am Körper, der nur einem Kriterium entsprechen muss: Er muss rund 37 Grad warm sein.

Festbeißen. Die Mundwerkzeuge durchbrechen dann die Haut und verankern das Tier - unter Umständen für Wochen - an der Bissstelle.


Fakten

Zecken gehören zu den Spinnentieren (Milben). Aus den Tausenden von Eiern, die ein einziges Weibchen legen kann, schlüpfen Larven, die sich innerhalb weniger Wochen zu Nymphen entwickeln. Larven und Nymphen haben sechs Beine, erst im Erwachsenenalter bekommen sie die für Spinnen typischen acht Beine.





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