Ernährung: Auch zu wenig Fett kann schädlich sein
Laut einer Ernährungsexpertin wird durch zu wenig Fett der Hormonhaushalt durcheinander gebracht und die Immunabwehr geschwächt.

Foto © APFastfood ist ein schlechter Fett-Lieferant
Zuviel Fett macht fett. Das ist jedem klar, der auf seine Figur achtet. Doch jene Menschen, die fanatisch den Geschmacksträger einsparen, um schlank zu werden oder zu bleiben, sollten aufpassen. Wenn der Körper zu wenig Fett bekommt, ist es genauso schädlich, wie wenn zu viel davon konsumiert wird. Die Immunabwehr wird geschwächt, der Hormonhaushalt durcheinander gebracht und das gute HDL-Cholesterin gesenkt. Zudem nimmt der Körper zu wenig Vitamine auf.
Fakten
In Industrieländern werden pro Tag 100 bis 160 Gramm Fett verzehrt, was eindeutig zu viel ist.
"40 Gramm sind normal". Darum ist Vorsicht geboten, sagt Ernährungsexpertin Ingrid Kiefer: "Die Aufnahme von 40 Gramm Fett pro Tag ist durchaus normal." Es ist für den Körper lebenswichtig, um die fettlöslichen Vitamine A, D, E
und K aufzunehmen. Besonders das Vitamin D schützt die Menschen vor
Infektionen und Krebserkrankungen.
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"Gutes Fett" in NüssenFoto ©
Sinnlose Diäten. Extrem fettfreie Diäten würden nicht zum Erfolg führen. Wenn die Kalorienzufuhr nicht gesenkt wird, hilft eine Fettreduktion auch nichts, meint Kiefer. Zudem ist der Stoff ein Geschmacksträger. Solche Diäten hätten dann auf lange Sicht keinen Erfolg, weil der Geschmack sehr limitiert wird und die Abnehmwilligen schnell aufgeben, meint Kiefer.
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Wurst ist keine "gesunde" FettquelleFoto ©
Versteckte Fette. Doch Fett ist nicht gleich Fett. Die Hauptquellen der Österreicher sind die versteckten Fette, wie in Wurst, Fleisch oder Schokolade, aber auch in Milch und Milchprodukten. Gesünder wären jedoch essenzielle gesättigte Fettsäuren, wie sie in pflanzlichen Ölen, in Nüssen oder im Fisch - Stichwort Omega 3-Fettsäuren - enthalten sind. Tierische Fette sollten weitgehend vermieden werden, sagt die Expertin. Deshalb findet Kiefer den boomenden Markt von fettfreien bzw. fettreduzierten Produkten wie Joghurts, Käse oder Milch gar nicht schlecht. "Das Kalzium und die hochwertigen Eiweiße sind ja trotzdem enthalten." So lange man es nicht übertreibt, seien diese Nahrungsmittel gut, um bewusst den Dickmacher wegzulassen.
Features
Fettzufuhr berechnen
Der täglichen
Fettkonsum kann einfach berrechnet werden, die Werte sind auf den Verpackungen
angegeben.
3,6 Prozent Fett in der Milch bedeuten 3,6 Gramm Fett auf 100 Milliliter.
Im Fernsehen
ORF-Themenschwerpunkt zum Thema Ernährung:
Donnerstag, 15.3.:
Universum spezial: We Feed the World; 20.15 Uhr, ORF 2
Super Size Me;
22.25 Uhr, ORF 1
Freitag, 16.3.:
"Essen mit Genuss - Die Slow-Food-Bewegung", 21.20 Uhr, ORF 2














