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Zuletzt aktualisiert: 17.08.2009 um 08:30 UhrKommentare

Trekking - so funktioniert's

Trekking: Von Hütte zu Hütte mehrere Tage lang im Gebirge unterwegs zu sein – dieses Erlebnis boomt! Auch weil man seit Kurzem "Trekkingtouren“ – als All-inclusive-Packerln buchen kann.

Foto © APA

Puristen könnten sich an der Interpretation des Wortes "Trekking“, wie wir es hier verwenden, vielleicht stoßen. Im engeren Sinn bezeichnet es mehrtägige Wanderungen, Reit- oder Paddeltouren in einem Gebiet ohne Infrastruktur- also streng genommen auch ohne Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeit, sondern mit Zelt, Schlafsack und mitgeschlepptem Proviant. Bei uns steht Trekking für mehrtägiges Wandern in Österreich. Punkt. Denn da bei uns wildes Campieren in den Bergen nicht erlaubt ist, würde es logischerweise auch kein (legales) Trekking geben. Wir sind aber auch nicht allein mit dieser Vereinfachung: Sogenannte "Trekkingwege“ oder "Trekkingtouren“ sprießen derzeit in den heimischen Alpen wie die Schwammerln. Und damit meinen die Schöpfer dieser Angebote (nämlich die Touristiker) eben alpine Weitwanderwege mit Übernachtungsangeboten in Alm- und Schutzhütten.

Angebote gibt es immer mehr. Wer im Nationalpark Hohe Tauern Kärnten (aber auch in vielen anderen Regionen Österreichs) ein Trekking-Packerl bucht, dem werden Verpflichtungen wie Tourenplanung, Hüttenreservierung, Transfer zum Ausgangspunkt und Abholung vom Endpunkt der Wanderung gleich abgenommen. Auf Wunsch ist auch ein Bergführer mit dabei. Bloß das Tragen des Gepäcks ersparen die Kärntner nicht – aus logistischen Gründen, weil viele Hütten nur per Hubschrauber erreichbar sind. An manch anderen Orten in unseren Alpen kann man mittlerweile auch das Bequemlichkeits- Feature "Gepäcktransport“ auf seiner Trekking- Wunschliste ankreuzen. Nur gehen muss man dann noch selbst, während das trockene Gewand Abend für Abend in der Hütte wartet. Einige Punkte gilt es zu beachten – besonders für weniger erfahrene Trekking-Geher.

PLANUNG

In diesem Bereich wird einem beim Buchen eines Packages natürlich viel abgenommen. Wenn du aber selber planst, solltest du dir die Route nach deiner körperlichen Verfassung, deinem Können, deiner Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zusammenstellen und immer Reservezeiten einkalkulieren. Über Touren kannst du dich in Fachliteratur, im Internet und bei den Tourismusverbänden erkundigen. Wichtig: Schlafplätze in Hütten solltest du reservieren! Zwar müssen Hüttenwirte immer ein Kontingent der Plätze für Unangemeldete frei lassen, es darf (logischerweise) niemand weggeschickt werden, wenn es für einen Abstieg ins Tal zu spät ist. Aber gerade in der Hochsaison und an Wochenenden kann in bekannten Berghütten ein ziemlicher Rummel herrschen – und da ist das frei gehaltene Platzerl schon angenehm.


Fakten

Der Experte Mag. Peter Gebetsberger ist Abteilungsleiter von Naturfreunde Sports, Geschäftsführer von Teamtours, dem Outdoor-Reisebüro der Naturfreunde, und im Ausbildungsteam der Bergführer Österreichs.



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