Zuletzt aktualisiert: 27.03.2007 um 09:21 Uhr

Deine Füße leisten auf der Radtour ohnehin
Schwerarbeit. Also schau drauf, dass es ihnen
gut geht: Babypuder in den Bikesocken
hält die Füße trocken und schont die
Haut. Kurz geschnittene Zehennägel
sind eine Vorbeugung gegen
Druckschmerzen in den eng sitzenden
Bikeschuhen. Achtung: Bikesocken
mit zu engen Bündchen
bremsen die Durchblutung der Füße.
Die Kniegelenke sind besonders kälteempfindlich, daher auch im
Sommer für lange Abfahrten Beinlinge oder Überhose einpacken.
Nasse und kalte Füße sind der schnellste Weg zu einer Verkühlung. Falls
du auf der verregneten Tour keine Überschuhe dabei hast: Zieh Plastiktüten
aus dem Supermarkt über die Schuhe, das hält den Regen auch ab.
Auch auf der hitzigsten Tour kann dein Körper auf einer langen Abfahrt durch den Fahrtwind auskühlen. Daher
vor der Abfahrt eine Windjacke anziehen. Hast du keine dabei, kannst du dir auch Zeitungspapier vorn ins Radtrikot stopfen.
Nacken, Unterarme, Nase, Ohren und
Oberschenkel sind beim Radeln besonders
für Sonnenbrand gefährdet.
Also immer gut einschmieren. Aber
verwende nur sporttaugliche Sonnencremes,
herkömliche Sonnenschutzmittel
können in Verbindung
mit Schweiß allergische Hautreaktionen
hervorrufen.
Bike nicht dauernd allein, sondern mit Gleichgesinnten, das macht eindeutig
mehr Spaß! Aber such dir die richtigen Partner aus, die konditionell
zu dir passen. Eine Ausfahrt mit stärkeren Bikern macht dich zwar
auch stärker, funktioniert allerdings nicht öfter als einmal in der Woche.
Sei kreativ, such dir immer wieder mal neue Trainingsstrecken.
Die Gewohnheitsrunde stumpft dich mit der
Zeit ab.
Fahr nicht gleich mit Vollgas los, eine Belastung von 0 auf 100 ist wie ein Schock für
deinen Körper. Daher: Erst einrollen und den
Körper aufwärmen.
Vor dem Training: Mach deine Muskeln erst
warm, bevor du sie dehnst. Und zwar nur
kurz, max. 15 Sekunden pro Muskel. Erst
nach dem Training dehnst du lang – 30 Sekunden
pro Muskel.
Gleichgewichtsübungen auf
dem Bike sind einmal
wöchentlich Pflicht. Solche
Trialeinheiten bringen Sicherheit in gefährlichen
Situationen und schulen das
Bikehandling.
Fahr einmal in der Woche für etwa eine
Stunde mit sehr hoher Trittfrequenz. Das
ist das beste Training für die Koordination
deiner Pedalierbewegung.
Gebremst wird immer vor einer Kurve!
Bremst du in der Kurve, ist die Sturzgefahr
extrem groß. Apropos Kurve:
Stell dich rechtzeitig auf den Untergrund
ein, der dich dort erwartet.
Die schlechteste Bremstechnik ist
das Blockieren des Hinterrades. Die
Reifen leiden ebenso wie die Wege
im Gelände und das Bike gerät
leicht außer Kontrolle. Also immer
gefühlvoll und dosiert bremsen.
Bei gleichzeitig gezogenen
Bremsen gehen 80 Prozent
der Bremskraft aufs Vorderrad!
Um bei Vollbremsung keinen
Salto zu machen, musst du in
den Pedalen stehen, den Körperschwerpunkt
nach hinten
verlagern.
Wer auf langen Abfahrten die Bremsen ständig
schleifen lässt, wird sie überhitzen. Besser
ist es, das Bike rollen zu lassen und zwischendurch
kurz und hart zu bremsen. Trotzdem:
Lass immer einen Finger bremsbereit
am Bremshebel!
Auf sehr steilen Anstiegen musst du auf die Sattelspitze vorrutschen
und den Oberkörper senken, das verhindert das Hochsteigen des Vorderrades.
Nur wenn ein griffiger Untergrund es zulässt, kannst du auch
aus dem Sattel gehen und im Wiegetritt hochfahren.
Entscheide dich für einen passenden Gang, bevor du in einen steilen Anstieg reinfährst und bleib dabei. Schalten unter Volllast mitten in der Steigung
klappt in der Regel nicht.
Abwechselndes Windschattenfahren
ist die beste Methode, um Kraft zu sparen.
Je dichter du am Hinterrad des Vordermanns
klebst, desto besser die Sogwirkung.
Allerdings muss die Sache eingespielt
sein, sonst wird?s gefährlich.
Beim Biken im Gelände ist die schnellste Linie nicht immer
die kürzeste, sondern diejenige, die du am flüssigsten fahren
kannst.
Regenrinnen und hervorstehende Hindernisse wie
Wurzeln oder Geleisemüssen müssen immer im rechten Winkel
überfahren werden, sonst droht ein Sturz.
80 Tipps fürs Rad: Tipp 41 bis Tipp 80
Mit den Tipps von Radexperten kann jede Radtour nur gelingen! Tipp 1 bis 40.

Foto © Steiermark Tourismus
41. Deine Füße brauchen Liebe
42. Gegen schlotternde Knie
43. Plastiksackerl
44. Unbedingt Windschutz
45. Warnung vor dem "Rotlicht"
46. Gemeinsam statt einsam
47. Mehr Spaß durch Abwechslung
48. Unbedingt vorglühen
49. Stretchprogramm
50. Immer im Gleichgewicht
51. Für einen runden Tritt
52. Schleudergefahr
53. Reine Gefühlssache
54. Salto mortale
55. Bloß kein Heißläufer
56. Sitzen bleiben
57. Vorentscheidung
58. Im Windschatten
59. Schau auf deine Linie
60. Vorsicht, Falle




