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Zuletzt aktualisiert: 27.03.2007 um 09:22 Uhr

Die 80 besten Tipps fürs Rad

Mit den Tipps von Radexperten kann jede Radtour nur gelingen! Tipp 1 bis 40.

Foto © Steiermark Tourismus / Himsl

Du hast zwei Möglichkeiten: Entweder du radelst weiter wie bisher und sammelst selbst mühsam die notwendige Erfahrung. Oder du studierst die 808 Tipps, die unser Bikeprofi Andreas Failmayer und die Radexperten der Sportunion aus ihrem riesigen Erfahrungsschatz zusammengestellt haben. Vieles klingt einfach, aber in Summe garantieren dir diese 88 Tipps mehr Spaß auf dem Rad.

1. Die Grundsatzfrage
Überprüfe, ob du für deine Bedürfnisse überhaupt das richtige Rad hast. Du brauchst kein Mountainbike mit dicken Reifen oder einen unbequemen "Renner", wenn du meist auf Radwegen unterwegs bist.
2. Auf den Leib geschneidert
Von der Rahmenhöhe bis zur Lenkerbreite, von der Sattelhöhe bis zur Kurbellänge: Wenn du stundenlang mit dem Rad unterwegs sein willst, muss deine Sitzposition optimal passen. Die beste Lösung: Lass dir dein Rad im Bikeshop vom Profi exakt anpassen.
3. Aufgezeichnet
Erstelle eine Maßtabelle von deinem Bike. Falls du dir mal ein neues kaufst, kannst du sämtliche Einstellungen rasch nachvollziehen. Wichtigste Daten: Rahmenhöhe, Oberrohrlänge, Vorbaulänge, Lenkerbreite, Kurbellänge und Lenkerhöhe.
4. Kein Rad aus dem Supermarkt
Wenn du tatsächlich was Neues brauchst – kauf niemals ein "günstiges" Bike aus dem Diskontmarkt. Die meisten sind Schrott!
5. Richtig gespart
Du willst maximal bis zu 1000 Euro für dein neues Rad ausgeben? Entscheide dich für ein ungefedertes oder nur frontgefedertes Bike. Fullys in dieser Preisklasse haben keine hochwertige Federung, sind schwer und haben ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis.
6. Besser Probe sitzen
Der Sattel ist das wichtigste Verbindungsstück zwischen Rad und Körper. Also schau drauf, dass er passt. Kaufst du einen neuen, dann mach erst eine Probefahrt damit.
7. Sitzwechsel
Leider kommen im Bikeurlaub mit den vielen Stunden im Sattel auch die lästigen Sitzbeschwerden. Weil bei jedem Sattel die Druckverteilung auf das Gesäß etwas unterschiedlich ist, kannst du deinem Hinterteil Gutes tun, wenn du zum Wechseln einen zweiten Sattel einer anderen Firma mit hast. Aufpassen, ob die Sattelstütze passt!
8. Richtig gefedert
Was nutzt dir die moderne Federung am Bike, wenn sie nicht auf deine Bedürfnisse abgestimmt ist? Also studiere nochmals die Bedienungsanleitung. Tipp: Im Internet gibt es von allen Federgabel- und Dämpfermarken Einstellungs- und Servicemanuals.
9. Ölwechsel
Wisch nach jeder Fahrt den Staub von den Standrohren (das sind die oberen Rohre der Federgabel) und gib einige Tropfen Öl darauf. Einwirken lassen, einige Male einfedern, überschüssiges Öl abwischen und die Gabel arbeitet wie neu. Nicht vergessen: Mindestens einmal im Jahr muss das Dämpferöl in den Federelementen getauscht werden.
10. Heiße Luft
An besonders heißen Tagen ändert sich der Druck in den Reifen und auch in den Luftfederelementen. Für vollen Komfort und Sicherheit ist Nachpumpen oder Luftablassen angesagt.
11. Sicher ist sicher
Bremsscheiben, Felgen und Bremsbeläge sind Verschleißteile. Ein Versagen kann Lebensgefahr bedeuten! Kontrolliere also regelmäßig Funktion und Zustand.
12. Die Marke macht's aus
Wenn du bei Hydraulikbremsen die Bremsflüssigkeit wechselst, achte in der Anleitung auf die richtige Marke. Ein falsches Produkt kann die ganze Bremsanlage zerstören.
13. Immer schön aufrecht
Fahrräder mit Scheibenbremsen müssen aufrecht transportiert werden, ansonsten kann bei manchen Systemen Luft in die Hydraulikleitungen geraten und die Bremse muss neu entlüftet werden.
14. Falsches Bremsmanöver
Bei Bikes mit Scheibenbremsen auch niemals bei ausgebauten Laufrädern die Bremshebel betätigen. Die sich selbst nachstellenden Bremsbeläge gehen nicht mehr in die Ausgangsposition zurück, es bleibt kein Spalt für die Bremsscheibe. Passiert's doch: Die Bremsbeläge vorsichtig mit einem flachen Schraubenzieher auseinanderdrücken.
15. Vorsicht, heiß
Bremsscheiben sind nach Bremsmanövern glühend heiß beim Patschenflicken gab es schon oft Brandblasen. Zudem haben gebrauchte Bremsscheiben Kanten so scharf wie Rasiermesser.
16. Kraftverlust
Eine verdreckte oder verschlissene Kette frisst einen nicht unbeträchtlichen Teil deiner Antriebskraft. Besser ist, öfter günstigere Ketten tauschen als eine teure Kette ewig benutzen.
17. Wieder wie neu
Der gar nicht teure Tausch von Schalt- und Bremsseilen einmal im Jahr gibt dir das Gefühl, auf einem neuen Bike zu sitzen. Denn alle Bedienungselemente funktionieren plötzlich wieder angenehm leicht und exakt.
18. Pumpenvergleich
Ein altes Leiden: Jedes Schlauchventil braucht eine andere Pumpe. Also schon vor der Tour checken, ob ihr in der Gruppe für alle Fälle und alle Ventile gerüstet seid. Übrigens: Mit einem kleinen Adapter kannst du unterwegs problemlos an jeder Tankstelle nachpumpen.
19. Puder für den Schlauch
Talkumpulver auf dem Schlauch verhindert das Verkleben von Schlauch und Mantel. Der Schlauch kann bei einem Durchschlag ausweichen und bleibt intakt.
20. Alles im Griff
Falls die Lenkergriffe rutschen – runternehmen, Haarspray auf den Lenker, Griffe wieder rauf – sie sitzen jetzt bombenfest.


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