Zuletzt aktualisiert: 27.03.2007 um 09:22 Uhr

Überprüfe, ob du für deine Bedürfnisse
überhaupt das richtige
Rad hast. Du brauchst kein
Mountainbike mit dicken Reifen
oder einen unbequemen "Renner",
wenn du meist auf Radwegen
unterwegs bist.
Von der Rahmenhöhe bis zur Lenkerbreite,
von der Sattelhöhe bis zur Kurbellänge:
Wenn du stundenlang mit dem Rad unterwegs
sein willst, muss deine Sitzposition
optimal passen. Die beste
Lösung: Lass dir dein Rad im Bikeshop
vom Profi exakt anpassen.
Erstelle eine Maßtabelle von deinem Bike. Falls du dir mal ein neues kaufst, kannst
du sämtliche Einstellungen rasch nachvollziehen. Wichtigste Daten: Rahmenhöhe,
Oberrohrlänge, Vorbaulänge, Lenkerbreite, Kurbellänge und Lenkerhöhe.
Wenn du tatsächlich was Neues brauchst –
kauf niemals ein "günstiges" Bike aus dem
Diskontmarkt. Die meisten sind Schrott!
Du willst maximal bis zu 1000 Euro für dein neues Rad ausgeben?
Entscheide dich für ein ungefedertes oder nur frontgefedertes Bike.
Fullys in dieser Preisklasse haben keine hochwertige Federung, sind
schwer und haben ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der Sattel ist das wichtigste Verbindungsstück
zwischen Rad und
Körper. Also schau drauf, dass er
passt. Kaufst du einen neuen, dann
mach erst eine Probefahrt damit.
Leider kommen im Bikeurlaub mit den vielen Stunden im
Sattel auch die lästigen Sitzbeschwerden. Weil bei jedem
Sattel die Druckverteilung auf das Gesäß etwas unterschiedlich
ist, kannst du deinem Hinterteil Gutes tun, wenn
du zum Wechseln einen zweiten Sattel einer anderen
Firma mit hast. Aufpassen, ob die Sattelstütze passt!
Was nutzt dir die moderne Federung
am Bike, wenn sie nicht auf
deine Bedürfnisse abgestimmt ist? Also
studiere nochmals die Bedienungsanleitung.
Tipp: Im Internet gibt es von allen
Federgabel- und Dämpfermarken
Einstellungs- und Servicemanuals.
Wisch nach jeder Fahrt den Staub von den Standrohren (das sind die
oberen Rohre der Federgabel) und gib einige Tropfen Öl darauf. Einwirken
lassen, einige Male einfedern, überschüssiges Öl abwischen
und die Gabel arbeitet wie neu. Nicht vergessen: Mindestens einmal
im Jahr muss das Dämpferöl in den Federelementen getauscht werden.
An besonders heißen Tagen
ändert sich der Druck in den
Reifen und auch in den Luftfederelementen.
Für vollen
Komfort und Sicherheit ist
Nachpumpen oder Luftablassen
angesagt.
Bremsscheiben, Felgen
und Bremsbeläge sind
Verschleißteile. Ein Versagen
kann Lebensgefahr
bedeuten! Kontrolliere
also regelmäßig Funktion
und Zustand.
Wenn du bei Hydraulikbremsen die Bremsflüssigkeit wechselst,
achte in der Anleitung auf die richtige Marke. Ein falsches Produkt
kann die ganze Bremsanlage zerstören.
Fahrräder mit Scheibenbremsen müssen aufrecht transportiert
werden, ansonsten kann bei manchen Systemen
Luft in die Hydraulikleitungen geraten und die Bremse
muss neu entlüftet werden.
Bei Bikes mit Scheibenbremsen auch niemals bei ausgebauten Laufrädern die
Bremshebel betätigen. Die sich selbst nachstellenden Bremsbeläge gehen
nicht mehr in die Ausgangsposition zurück, es bleibt kein Spalt für die Bremsscheibe.
Passiert's doch: Die Bremsbeläge vorsichtig mit einem flachen Schraubenzieher
auseinanderdrücken.
Bremsscheiben sind nach Bremsmanövern glühend
heiß beim Patschenflicken gab es schon oft Brandblasen.
Zudem haben gebrauchte Bremsscheiben
Kanten so scharf wie Rasiermesser.
Eine verdreckte oder verschlissene Kette frisst einen nicht unbeträchtlichen
Teil deiner Antriebskraft. Besser ist, öfter günstigere Ketten
tauschen als eine teure Kette ewig benutzen.
Der gar nicht teure Tausch von Schalt- und Bremsseilen
einmal im Jahr gibt dir das Gefühl, auf einem neuen Bike
zu sitzen. Denn alle Bedienungselemente funktionieren
plötzlich wieder angenehm leicht und exakt.
Ein altes Leiden: Jedes Schlauchventil braucht eine andere Pumpe. Also
schon vor der Tour checken, ob ihr in der Gruppe für alle Fälle und alle
Ventile gerüstet seid. Übrigens: Mit einem kleinen Adapter kannst du
unterwegs problemlos an jeder Tankstelle nachpumpen.
Talkumpulver auf dem Schlauch verhindert das Verkleben von Schlauch und
Mantel. Der Schlauch kann bei einem Durchschlag ausweichen und bleibt
intakt.
Falls die Lenkergriffe rutschen – runternehmen, Haarspray
auf den Lenker, Griffe wieder rauf – sie sitzen jetzt
bombenfest.
Die 80 besten Tipps fürs Rad
Mit den Tipps von Radexperten kann jede Radtour nur gelingen! Tipp 1 bis 40.

Foto © Steiermark Tourismus / Himsl
Du hast zwei Möglichkeiten: Entweder du radelst weiter wie bisher und sammelst selbst mühsam die notwendige Erfahrung. Oder du studierst die 808 Tipps, die unser Bikeprofi Andreas Failmayer und die Radexperten der Sportunion aus ihrem riesigen Erfahrungsschatz zusammengestellt haben. Vieles klingt einfach, aber in Summe garantieren dir diese 88 Tipps mehr Spaß auf dem Rad.
1. Die Grundsatzfrage
2. Auf den Leib geschneidert
3. Aufgezeichnet
4. Kein Rad aus dem Supermarkt
5. Richtig gespart
6. Besser Probe sitzen
7. Sitzwechsel
8. Richtig gefedert
9. Ölwechsel
10. Heiße Luft
11. Sicher ist sicher
12. Die Marke macht's aus
13. Immer schön aufrecht
14. Falsches Bremsmanöver
15. Vorsicht, heiß
16. Kraftverlust
17. Wieder wie neu
18. Pumpenvergleich
19. Puder für den Schlauch
20. Alles im Griff
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