Fahrradhelme im Test: Preis kein Garant für Qualität
"Konsument": Gute Helme gibt es schon um 30 Euro, Mängel treten im Detail auf.

Foto © Steiermark TourismusKeine Ausfahrt ohne Helm!
Rechtzeitig zu Beginn der Radsaison gilt wieder die Devise: Jeder Helm schützt besser als keiner. Umso erfreulicher, dass im "Konsument"-Test keiner der 22 getesteten Fahrradhelme schlechter als "durchschnittlich" abschneidet. Der Großteil der Helme erhält ein "gut". Wie so oft zeigt sich dabei, dass der Preis kein Richtmaß
für Qualität ist: Denn gute Helme sind bereits um rund 30 Euro erhältlich.
Gute Modelle ab 30 Euro. Die Preisskala der getesteten Produkte bewegt sich zwischen 13 und 90 Euro. Darunter finden sich bereits ab rund 30 Euro "gute" Modelle. Drei der teuersten Helme wurden
hingegen nur mit "durchschnittlich" beurteilt, da sie bei der technischen Prüfung den verschärften Bedingungen des Tests nicht standhalten konnten. Sie erfüllten zwar die Normkriterien für die Stoßprüfung, konnten aber beispielsweise bei der größeren Fallhöhe
nicht überzeugen.
Schadstoffe. Drei Fahrradhelme wiesen zudem Schadstoffe auf. Wegen des hohen Gehalts an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) wurden sie in der Kategorie "Schadstoffe" nur mit "durchschnittlich" bewertet. Darunter die getesteten Modelle von "Cratoni", "Etto (Esperito)" und "Rudy Project". Neben der Passform ist beim Helmkauf auch die gute Belüftung ein zentrales Kriterium. Diese war nur bei den beiden "Etto"-Modellen "weniger zufriedenstellend". "Der Nachteil der
Belüftung ist allerdings, dass Insekten eindringen und gefährliche Situationen
heraufbeschwören können. Deshalb sollte man darauf achten, dass die Helme auch mit
einem Insektengitter ausgestattet sind", erklärt "Konsument"-Experte Franz Wallner. Lediglich vier Helme wiesen keines auf.
Tipps für den Helmkauf:
Helmschale: Helme, bei denen die glatte Schale mit dem dämpfenden Kunststoff
vergossen ist, sind länger haltbar und verteilen den Druck besser als Modelle, bei
denen die Teile nur verklebt sind.
Kopfring: Hier besteht die Wahl der Anpassung mittels Drehknopf oder Rasten. Der
Vorteil eines Drehknopfs ist, dass man ihn mit einer Hand bedienen kann.
Umtauschfrist: Falls keine Zeit zum Probetragen bleibt, am besten ein
Umtauschrecht vereinbaren. Oft drückt ein Helm erst nach Stunden.
Features
Fakten
Die detaillierten Test-
ergebnisse und weitere Tipps gibt es in der Mai-Ausgabe "Konsument" und online.





