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Zuletzt aktualisiert: 01.04.2008 um 11:49 Uhr

Mut zur festen Verbindung

Du musst dich entscheiden: Lebst du in diesem Jahr mit deinem Bike weiterhin in einer offenen Zweierbeziehung – oder gehst du doch endlich eine fixe Bindung ein? Und nur keine Angst, wenn's "Klick" macht: Du kannst trotzdem jederzeit aussteigen!

Keine Angst vor dem "Umfallen"!

Foto © Steiermark TourismusKeine Angst vor dem "Umfallen"!

Wenn du schon das ganze Jahr auf ihnen herumtrittst, solltest du ihnen wenigstens jetzt vor dem Saisonstart die Aufmerksamkeit widmen, die ihnen gebührt. Wir reden von den Pedalen an deinem Bike. Genau gesagt von den Klickpedalen – und der traurigen Tatsache, dass noch immer viele Hobbyradler mit ihnen keine feste Verbindung eingehen wollen.

Vorteile. Dabei haben moderne Klickpedale nur Vorteile. Die Kraftübertragung ist um Welten besser, da erst die fixe Verbindung von Schuh und Pedal einen runden Tritt mit Zug am Pedal ermöglicht. Zudem überträgt die harte Sohle spezieller Bikeschuhe die Beinkraft verlustfrei auf die Pedale. Der Stand auf den Pedalen ist auch sicherer, es gibt kein unfreiwilliges Abrutschen mit Abschürfungen an den Schienbeinen.

Beinmuskulatur. Und es kommt noch schlimmer: Ohne Klickpedale ist beim Pedalieren nur die vordere Druckphase durchführbar, was wiederum zu einem einseitigen Trainingszustand der Beinmuskulatur führt. Die größte muskuläre Dysbalance herrscht dabei zwischen der starken Oberschenkelvorderseite und der schwachen Oberschenkelrückseite. Die Folgen sind eine verminderte Leistungsfähigkeit, Verkürzungen und Gelenksbeschwerden, bis hin zu Haltungsschäden.

"Klick". Bevor du also weiterhin deine alten Pedale unter Druck setzt, sollte es auch bei dir "Klick" machen. Und damit du deine Vorurteile überwindest, helfen wir dir bei der richtigen Wahl. Schließlich hat sich auf dem Markt einiges getan. Während vor kurzem noch Shimano dominierte und höchstens ein paar Billigkopien eher erfolglos mit den Japanern konkurrierten, erscheint jetzt eine ganze Reihe von Neukonstruktionen. In den Kategorien MTB-Freeride, MTB-Race und Road sollte für jeden Einsatzbereich das richtige Pedal zu finden sein.

Gewicht. Grundsätzlich gilt: Ein schweres Pedal bedeutet zusätzliche rotierende Masse, die bei jeder Kurbelumdrehung beschleunigt werden muss. Es zahlt sich also aus, aufs Gewicht zu achten. Allerdings nur, wenn die Gewichtsersparnis nicht gleichbedeutend ist mit schlechterer Funktion oder geringerer Lebensdauer. Und auch zu beachten ist: Manche Hersteller verzichten auf die Option der Einstellbarkeit der Auslösehärte. Gerade für Anfänger ist dieses Detail aber wichtig und bringt Vertrauen ins System. Hier die Übersicht über die Auswahlmöglichkeiten:

Das Freeride-Pedal. Sie sind eigentlich für den Einsatz im schwierigen Gelände gedacht. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit eignen sie sich aber auch ganz hervorragend für gemütliches Tourenbiken. Sie zeichnen sich durch einen breiten Käfig um den Klickmechanismus aus. Gerade für Einsteiger gibt das ein Mehr an Sicherheit. Der Einstieg in das Pedal gelingt leichter – und man kann auch ohne feste Verbindung auf dem Pedal stehen. Die große Standfläche erlaubt zudem auch die Verwendung eines bequemeren Schuhs mit weicherer Sohle.

DAS MTB-Race-Pedal. Bei diesen Pedalen fehlt dieser Käfig, sie müssen vor allem leicht sein und unter allen Bedingungen perfekt funktionieren. Die offene, schmutzunempfindliche Konstruktion bietet dem Schuh nur wenig Kontaktfläche zum Pedal. Daher verlangen diese Pedale zur perfekten Kraftübertragung nach Schuhen mit möglichst biegesteifen Sohlen. Der Einsatz edler Materialien wie Carbon und Titan bringt Spitzenwerte auf der Waage, aber leider auch auf dem Preisschild.

Das Road-Pedal. Die meisten Road-Pedale verfügen nur über einen einseitigen Klickmechanismus. Das reicht vollkommen, schließlich wird bei einer Ausfahrt auf der Straße selten öfter ein- und ausgeklickt. Ihre Stärke liegt in der breiten Auflagefläche für optimalen Kraftfluss und im geringen Gewicht. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der leicht fummelige Einstieg ins Pedal. Wichtig: Road-Schuhe sind ausschließlich fürs Radfahren gemacht. Damit längere Strecken zu gehen, ist schlichtweg eine Qual.

Das Kombipedal. Für Klickpedalneulinge, aber auch für Biker, die ihr Rad im Alltag verwenden, sind sogenannte Kombipedale eine ideale Lösung. Die Kombination aus einseitigem Klickmechanismus und Käfig eignet sich für viele Einsatzbereiche.


Die Montage

Die Metalleinsätze sog. Cleats an den Bikeschuhen müssen zur optimalen Kraftübertragung genau unter den Zehenballen (Zehengrundgelenk) an der Schuhsohle montiert werden.

Foto

Foto © Top Times

Einfach "klick" machen...Foto © Top Times

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