Mut zur festen Verbindung
Du musst dich entscheiden: Lebst du in diesem Jahr mit deinem Bike weiterhin in einer offenen Zweierbeziehung – oder gehst du doch endlich eine fixe Bindung ein? Und nur keine Angst, wenn's "Klick" macht: Du kannst trotzdem jederzeit aussteigen!

Foto © Steiermark TourismusKeine Angst vor dem "Umfallen"!
Wenn du schon das ganze Jahr auf ihnen herumtrittst, solltest du ihnen wenigstens jetzt vor dem Saisonstart die Aufmerksamkeit widmen,
die ihnen gebührt. Wir reden von den Pedalen an deinem Bike. Genau gesagt von den Klickpedalen – und der traurigen Tatsache, dass noch immer viele Hobbyradler mit ihnen keine feste Verbindung eingehen
wollen.
Tipps!
Vorteile. Dabei haben moderne Klickpedale nur Vorteile. Die Kraftübertragung ist um Welten besser, da erst die fixe Verbindung
von Schuh und Pedal einen runden Tritt mit Zug am Pedal ermöglicht. Zudem überträgt die harte Sohle spezieller Bikeschuhe die Beinkraft verlustfrei auf die Pedale. Der Stand auf den Pedalen ist auch sicherer, es gibt kein unfreiwilliges Abrutschen mit Abschürfungen an den Schienbeinen.
Beinmuskulatur. Und es kommt noch schlimmer: Ohne
Klickpedale ist beim Pedalieren nur die
vordere Druckphase durchführbar, was
wiederum zu einem einseitigen Trainingszustand
der Beinmuskulatur führt. Die
größte muskuläre Dysbalance herrscht
dabei zwischen der starken Oberschenkelvorderseite
und der schwachen Oberschenkelrückseite.
Die Folgen sind eine
verminderte Leistungsfähigkeit, Verkürzungen
und Gelenksbeschwerden, bis hin
zu Haltungsschäden.
"Klick". Bevor du also weiterhin deine alten
Pedale unter Druck setzt, sollte es auch
bei dir "Klick" machen. Und damit du deine
Vorurteile überwindest, helfen wir dir
bei der richtigen Wahl. Schließlich hat sich
auf dem Markt einiges getan. Während
vor kurzem noch Shimano dominierte
und höchstens ein paar Billigkopien eher
erfolglos mit den Japanern konkurrierten,
erscheint jetzt eine ganze Reihe von
Neukonstruktionen. In den Kategorien
MTB-Freeride, MTB-Race und Road sollte
für jeden Einsatzbereich das richtige Pedal
zu finden sein.
Gewicht. Grundsätzlich gilt: Ein schweres Pedal
bedeutet zusätzliche rotierende Masse,
die bei jeder Kurbelumdrehung beschleunigt
werden muss. Es zahlt sich also aus,
aufs Gewicht zu achten. Allerdings nur,
wenn die Gewichtsersparnis nicht gleichbedeutend
ist mit schlechterer Funktion
oder geringerer Lebensdauer.
Und auch zu beachten ist: Manche
Hersteller verzichten auf die Option der
Einstellbarkeit der Auslösehärte. Gerade
für Anfänger ist dieses Detail aber wichtig
und bringt Vertrauen ins System. Hier die
Übersicht über die Auswahlmöglichkeiten:
Das Freeride-Pedal. Sie sind eigentlich für den Einsatz im
schwierigen Gelände gedacht. Aufgrund
ihrer Vielseitigkeit eignen sie sich aber
auch ganz hervorragend für gemütliches
Tourenbiken. Sie zeichnen sich durch
einen breiten Käfig um den Klickmechanismus
aus. Gerade für Einsteiger gibt
das ein Mehr an Sicherheit. Der Einstieg
in das Pedal gelingt leichter – und man
kann auch ohne feste Verbindung auf dem
Pedal stehen. Die große Standfläche erlaubt
zudem auch die Verwendung eines
bequemeren Schuhs mit weicherer Sohle.
DAS MTB-Race-Pedal. Bei diesen Pedalen fehlt dieser Käfig, sie
müssen vor allem leicht sein und unter
allen Bedingungen perfekt funktionieren.
Die offene, schmutzunempfindliche
Konstruktion bietet dem Schuh nur wenig
Kontaktfläche zum Pedal. Daher verlangen
diese Pedale zur perfekten Kraftübertragung
nach Schuhen mit möglichst
biegesteifen Sohlen. Der Einsatz edler
Materialien wie Carbon und Titan bringt
Spitzenwerte auf der Waage, aber leider
auch auf dem Preisschild.
Das Road-Pedal. Die meisten Road-Pedale verfügen nur
über einen einseitigen Klickmechanismus.
Das reicht vollkommen, schließlich wird
bei einer Ausfahrt auf der Straße selten
öfter ein- und ausgeklickt. Ihre Stärke liegt
in der breiten Auflagefläche für optimalen
Kraftfluss und im geringen Gewicht.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist der leicht
fummelige Einstieg ins Pedal. Wichtig:
Road-Schuhe sind ausschließlich fürs Radfahren
gemacht. Damit längere Strecken
zu gehen, ist schlichtweg eine Qual.
Das Kombipedal. Für Klickpedalneulinge, aber auch für Biker, die ihr Rad im
Alltag verwenden, sind sogenannte Kombipedale eine ideale
Lösung. Die Kombination aus einseitigem Klickmechanismus
und Käfig eignet sich für viele Einsatzbereiche.
Features
Die Montage
Die Metalleinsätze sog. Cleats an den Bikeschuhen müssen zur optimalen Kraftübertragung genau unter den Zehenballen (Zehengrundgelenk) an der Schuhsohle montiert werden.
Foto

Einfach "klick" machen...Foto © Top Times






