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Zuletzt aktualisiert: 28.03.2007 um 10:18 Uhr

Meningokokken-Impfaktion in den Apotheken

Im Aktionszeitraum von 1. April bis 30. September 2007 wird Impfstoff gegen Meningokokken in den Apotheken verbilligt abgegeben.

Foto © APA

Rund 15 Prozent aller Menschen tragen Meningokokken-Keime im Nasen- und Rachenraum. Durch Husten, Niesen aber auch Küssen können diese gefährlichen Erreger übertragen werden. Die Folgen sind fatal: Eine Meningokokken-Erkrankung kann zu Gehirnentzündung führen oder binnen weniger Stunden sogar zum Tod.

Neuerkrankungen. Rund hundert Menschen erkranken in Österreich jedes Jahr an einer Meningokokken-Infektion, insbesondere der Gruppe C. Heuer sind bereits zwei Jugendliche an einer Meningokokken-C-Infektion gestorben.

Fakten

70 Prozent der von einer Meningokokken-Krankheit Betroffenen sind Kinder und Jugendliche.

Impfaktion. Ab 1. April 2007 starten die öffentlichen Apotheken in Österreich nun eine Impfaktion mit dem Meningokokken-Impfstoff NeisVac-C. Bis 30. September wird der Impfstoff österreichweit in allen Apotheken zum Aktionspreis von 45 Euro abgegeben. Der reguläre Preis beträgt 56,85 Euro. Dr. Christiane Körner, Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer: "Durch diese einfache Impfung wird Leben gerettet. Wir bieten den Meningokokken-Impfstoff vergünstigt an, weil uns die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen am Herzen liegt." Das Problem bei der derzeitigen Meningokokken-Impfung liegt allerdings darin, dass sie nur gegen die Meningokokken C wirkt. Sie verursachen aber nur etwa 30 Prozent der Erkrankungen.

Symptome rechtzeitig erkennen. Von entscheidender Bedeutung wäre das möglichst frühe Erkennen der Gefahr. Die ersten Anzeichen für eine Meningokokken-Infektion sind einer Erkältung oder Grippe ähnlich: Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Gelenks- und Muskelschmerzen, Krämpfe, Erbrechen, Lichtscheu und Benommenheit können einzeln oder gemeinsam auftreten. Charakteristisch bei einer Meningokokken-Infektion sind rote, punktförmige Flecken auf der Haut, die in rund 70 Prozent der Erkrankungsfälle auftreten. Dabei handelt es sich um kleine Hautblutungen.


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