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    Zuletzt aktualisiert: 05.04.2008 um 21:33 Uhr

    Bunte Gaukler und flatterhafte Schwärmer

    Vielfältig und faszinierend ist die Welt der Schmetterlinge. Ihnen ist die heurige Jahresausstellung im Landesmuseum Kärnten gewidmet. Reichhaltiges Begleitprogramm.

    Schmetterlinge sind im Landesmuseum hautnah zu erleben

    Foto © KK/LandesmuseumSchmetterlinge sind im Landesmuseum hautnah zu erleben

    Wussten Sie, dass man Schmetterlinge mit Quargel ködern kann? Und dass der Wurm im Apfel die Raupe eines Schmetterlings, nämlich des Apfelwicklers, ist? Oder dass das Wort "Schmetterling" vom obersächsischen Wort "Schmetten" für Sahne stammt, weil man glaubte, dass Hexen in Schmetterlingsgestalt Milch und Sahmen stehlen? Und können Sie sich vorstellen, dass ein Männchen die Sexuallockstoffe eines Weibchens auf zehn Kilometer Entfernung riechen kann? Auch das gehört zu den Phänomenen, mit denen Schmetterlinge aufwarten können. Sie gehören zu den Insekten und gelten mit ihren 180.000 Arten nach den Käfern zur zweitgrößten Ordnung in dieser gigantischen Vielfalt.

    4000 Arten. In Österreich gibt es 4000 Arten, 2700 leben auch in Kärnten. Von ihrer wundersamen Verwandlung, ihrem Lebensraum und ihrer Gefährdung erzählt die große Jahresausstellung im Landesmuseum. Highlight sind die zehn Zentimeter großen frei fliegenden Bananenfalter und Morphofalter im Tropenraum, der vom Kärntner Botanikzentrum gestaltet wurde.

    "Puppenkasten". Eine Sensation ist der "Puppenkasten", in dem die in isolierten Schachteln aus Brasilien importierten verpuppten Raupen hängen. Wenn man Glück hat, kann man zusehen, wie daraus ein nagelneuer Schmetterling schlüpft. Am Anfang ganz zerknittert, pumpt der Falter die Flügel mit Luft auf. Dann erst kann er davonflattern.

    Zelluloid. Von der faszinierenden Metamorphose, die schon der griechische Philosoph Aristotelis beschrieb, erzählt auch ein anschaulicher Film. Auf Zelluloid zu bewundern auch die bunten Schmetterlinge in der Lesachtaler Mussen. Darunter ist auch der Elahista Wieseriella, benannt nach seinen Entdecker und Ausstellungskurator Christian Wieser, der gerade am ersten Band über die Schmetterlinge Kärntens schreibt.

    Pfauenfeder. In vielen Schaukästen und unter dem Mikroskop sind die heimischen Tag- und Nachtfalter zu betrachten, vom Zitronenfalter, dem Frühlingsboten, bis zum Tagpfauenauge, das seinen Namen der Ähnlichkeit mit der Pfauenfeder verdankt. Auch "Kleiner Fuchs" oder "Brauner Bär" lassen auf Gemeinsamkeiten mit den großen Namensvettern schließen. Das Aushängeschild der Schmetterlinge, die Angegorenes und gezuckerten Wein lieben, sind die Tagfalter, die durch leuchtende Farben dem Partner auffallen wollen.

    "Massenmord". Pigmente und Lichtbrechungen machen das schillernde Wunder möglich, verschiedene Zeichnungselemente an der Flügelunterseite lassen Kunstwerke entstehen. Tagfalter machen aber nur fünf Prozent der heimischen flatterhaften Gesellschaft aus, die große Mehrheit der Schmetterlinge liebt Dämmerung und Dunkelheit. Unterteilt wird die Vielfalt in Spinner, Schwärmer, Spanner, Eulen und Kleinschmetterlinge, zu denen auch die Motten gehören. Während letztere häufiger auftreten als gewünscht, lassen sich viele bunte Gesellen kaum mehr blicken. Die meisten leben nämlich auf extensiv genutzten Magerwiesen, die immer seltener werden. Eine Wiese mit Gülle und Kunstdünger zu behandeln, sei "Massenmord" an den Schmetterlingen, erklärt Wieser. Schmetterlinge vertragen keinen Stickstoff.


    Information

    Die Schmetterling-Ausstellung geht noch bis 6. November und hält noch einige Programmhöhepunkte bereit, Details erfahren Sie unter Tel. 050 536 - 30 547 oder im Internet (siehe Link oben)

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