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  • 01. November 2014 00:53 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 19.11.2007 um 10:58 Uhr

    Knorpel-TV: OP mit Pilot und Co-Pilot

    Kleiner Schnitt, großer Schritt: Nach einer Arthroskopie - eine Gelenkspiegelung mit einer Minikamera - sind verletzte Gelenke früher belastbar als nach herkömmlicher OP.

    Mittels Minikamera werden die Bilder aus dem Inneren des Gelenks auf den Bildschirm übertragen

    Foto © LANGUSCHMittels Minikamera werden die Bilder aus dem Inneren des Gelenks auf den Bildschirm übertragen

    Nein, es geht hier nicht um die neue Ärzteserie, die montagabends im ORF läuft. Aber es hat was mit Ärzten zu tun. Und mit Fernsehen auch – aber nur im weitesten Sinn.

    Arthroskopie – so nennt sich die Untersuchung von Gelenken, bei der über einen kleinen Hautschnitt (etwa 5 Millimeter) eine Sonde mit einer Minikamera eingeführtwird. Der Operateur sieht das Gelenkinnere über einen Monitor. Zunächst betrachtet er alle Gelenkstrukturen. Über einen zweiten Einstich führt er bei Bedarf kleine Arbeitsinstrumente ein, mit denen er die entsprechenden krankhaften Veränderungen im Gelenk bearbeiten kann. Das Gelenk wird mit einer speziellen Flüssigkeit ausgespült, gleichzeitig sorgt ein Abfluss für den ständigen Abtransport des abgetragenen Materials. Am Ende der Operation werden die kleinen Einstiche vernäht und ein Verband angelegt. Eine Arthroskopie wird zum überwiegenden Teil am Kniegelenk durchgeführt. Sie kann aber auch bei Erkrankungen im Schulter-, Ellenbogen-, Hand- oder Sprunggelenk erfolgen.

    Welche Vorteile, welches Risiko?
    Für den Patienten ist eine arthroskopische Operation weniger schmerzhaft als eine herkömmliche. Außerdem verläuft die Heilung schneller, sprich, es kann früher mit der krankengymnastischen Nachbehandlung begonnen werden, was besonders für Sportler wichtig ist. Und: von der Operation bleibt eine wesentlich kleinere Narbe. Nach dem Eingriff ist ein krankengymnastisches Übungsprogramm unverzichtbar, um die Funktion des Gelenkes zu verbessern oder wiederherzustellen. Besonders bei größeren Schäden empfiehlt sich auch eine Entlastung des Gelenks durch Gehstützen. Die Physiotherapie mit Krankengymnastik, Massagen, Elektrotherapie, Hydrotherapie, Wärmepackungen und Bädern unterstützt in vielen Fällen erfolgreich die operative Behandlung von Gelenkerkrankungen.

    Prinzipiell handelt es sich bei der Arthroskopie um ein risikoarmes OP-Verfahren. In seltenen Fällen kann es durch die Manipulation der Instrumente zu Verletzungen des Gelenkknorpels kommen.






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