Frauenärztinnen ohne Vertrag
Von den 23 Kärntner Gynäkologinnen hat keine einzige einen Vertrag mit der GKK. Politiker fordern rasche Änderung. GKK-Direktor verweist auf das Gesetz.

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Grüne und SPÖ sehen Frauen, die eine Gynäkologin statt eines Gynäkologen aufsuchen wollen, benachteiligt. Denn von den 23 Kärntner Frauenärztinnen hat keine einzige einen Vertrag mit der Gebietskrankenkasse (GKK). "Frauen müssen für die Behandlung bei einer Gynäkologin einen Selbstbehalt von 30 bis 70 Prozent in Kauf nehmen. Das ist unsozial", kritisiert SPÖ-Familiensprecherin Beate Prettner. Grüne-Landtagsabgeordnete Barbara Lesjak bezeichnet diesen Zustand als "unhaltbar" und fordert eine rasche Änderung.
Reihungssystem.
"Eine Änderung ist nur möglich, wenn das Gesetz geändert wird", erklärt GKK-Direktor Alfred Wurzer. Es gibt bei der Vergabe von Kassenstellen ein Reihungssystem. Wer sich für eine Kassenstelle bewirbt, kommt auf eine Liste und muss warten, bis er an der Reihe ist. "Das Gesetz sieht keine Bevorzugung für ein Geschlecht vor", sagt Wurzer. In Klagenfurt befindet sich die erste Gynäkologin in dieser Warteschlange für eine Kassenstelle auf Platz 5, in Villach auf Platz 9, in Völkermarkt an 4. Stelle. "Vergeben wird eine neue Kassenstelle, wenn eine alte frei wird. Zum Beispiel dann, wenn ein Arzt in Pension geht", so Wurzer.
Übermäßiger Ansturm.
Die Nachfrage nach Frauenärztinnen ist aber gegeben - und zwar so sehr, dass die Klagenfurter Gynäkologin Dagmar Unterlerchner ihre Kassenstelle vor fünf Jahren an die GKK zurückgab. Der Grund: übermäßiger Ansturm. "Die Praxis war so nicht mehr zu führen. Ich hatte nicht mehr genügend Zeit für die Patientinnen", sagt Unterlerchner. Um die Qualität der Behandlung zu garantieren, wurde sie Wahlärztin.
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Sonderlösung
SPÖ-Nationalratsabgeordnete Melitta Trunk fordert vor allem bei der Gynäkologinnen-






