Sommer im Mai bringt der Natur wenig Segen
Badeseen sind zwar "aufgeheizt", die Trockenheit zeigt jedoch erste Auswirkungen: Ausfälle bei Heumahd, bei Grundwasser Probleme befürchtet.

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Die anhaltende Trockenheit setzt der Natur zu - allerdings ist die Lage (noch) nicht dramatisch. "Der Mais ist zu 80 Prozent im Plansoll und kann sich, wenn es ausreichend regnet, gut entwickeln. Lediglich auf leichten, schottrigen Böden könnte es bald Probleme geben", sagt Erich Roscher von der Pflanzenbauabteilung der Landwirtschaftskammer. Auch der Wintergerste hat der wasserarme Winter weniger ausgemacht.
Ausfälle. "Der wenige Schnee reichte aus, um die Wurzelsysteme mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Geerntet wird heuer allerdings ein bis zwei Wochen früher, ab Mitte Juni", erklärt Roscher. Ausfälle gibt es bereits beim ersten Heuschnitt, beim Sommergetreide sind sie zu befürchten. "Im Obstbau sind Schäden aufgrund der Trockenheit noch nicht zu sehen. Die Bäume werfen keine Früchte ab. Allerdings hoffen wir auf baldigen Regen", erklärt Siegfried Quendler, Leiter der Obstbauversuchsanstalt in St. Andrä.
Wenig Pilze. Wie das Pilzjahr wird, lässt sich momentan nur schwer prognostizieren. "Grundsätzlich bedeutet Trockenheit, dass es weniger Pilze gibt. Aber ein Kälteeinbruch wäre jetzt ebenso schlecht", meint Herbert Pötz, Fachgruppenleiter für Pilzkunde beim Naturwissenschaftlichen Verein für Kärnten.
Im unteren Schnitt, aber immer noch knapp am Mittelwert liegen die Stände von Kärntens Seen und Flüssen. "Der wenige Schnee im März hat ausgereicht, um den Grundwasserspiegel im Bereich der langfristigen Mittelwerte zu halten", erläutert Kurt Rohner, Leiter der Wasserwirtschaftsabteilung bei der Kärntner Landesregierung. Auch bei den Quellen wird ein "niedriger Mittelwert" erreicht. "Sollte es aber weiterhin länger keine Niederschläge geben, haben wir im Sommer ein Problem", so Rohner.















