Ministerin sagt Essstörungen den Kampf an
Zunehmende Isolation von Jugendlichen und fragwürdige Schönheitsideale, Gesundheitsministerin Kdolsky kündigt mehr Aufklärung im Ernährungsbereich an.

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Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (V) will
vermehrt gegen Essstörungen bei Jugendlichen vorgehen. Bei einer
Pressekonferenz am Montag machte sie darauf aufmerksam, dass fünf
Prozent der Mädchen zwischen zwölf und 18 Jahren Probleme bei ihrem
Essverhalten hätten. "Wir müssen uns damit beschäftigen: Warum kommt
es zu solchen Situationen?", kündigte Kdolsky mehr Aufklärung im
Ernährungsbereich an.
Zunehmende Isolation.
Ein Grund für derartige "Zivilisationskrankheiten" ist für Kdolsky
die zunehmende Isolation von jungen Menschen, die sich allein
gelassen fühlten. Darunter würden neben Alkohol- und
Drogenmissbrauch auch Essstörungen fallen. Weiters werde man in der
Öffentlichkeit mit einem fragwürdigen "Schönheitsideal" überflutet.
Trend korrigieren.
Für Kdolsky sind Wirtschaft wie Medien aufgerufen, diesen Trend zu
korrigieren: "Wir sind sehr viel schneller geworden, aber auch ein
bisschen oberflächlicher." "Letztendlich sind Essstörungen
aber nicht nur falsch angelernte Verhaltensweisen" so Kdolsky weiter,
sondern auf ein verändertes oder gestörtes Selbstbewusstsein
zurückzuführen.
Übertrieben sportlich.
Aber nicht nur bei Thema Ernährung kündigte Kdolsky verstärkte
Aufklärung an: "Gerade junge Menschen mit Essstörungen tendieren
dazu, sehr viel und übertrieben Sport zu betreiben." Was dann etwa in
einem Dopingproblem münden könne. Auch hier gelte es, ebenso mit Maß
und Ziel zu agieren, welche Maßnahmen in diesem Bereich zu setzen
seien, werde man unter anderem mit Sportstaatssekretär Reinhold
Lopatka (V) besprechen.
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Magersüchtig
In
Österreich würden über 200.000 Menschen - über-
wiegend Mädchen - ein
Mal in ihrem Leben an einer Ess-
störung leiden - 95 Prozent davon
seien Frauen. 2.500 zwischen 15 und 20 Jahren würden außerdem an
einer ausgeprägten Magersucht leiden, so die Zahlen der Ministerin.















