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Zuletzt aktualisiert: 26.02.2007 um 13:24 Uhr

Darf's ein bisserl weniger sein?

Die Fastenzeit ist da. Was das Hungern mit Methode bringt und wo die Gefahren lauern. Experten klären auf.

Foto © www.pixelquelle.de

Vollkornbrötchen, Krapfen, Schweinsbraten oder Rohkost: Was der menschliche Verdauungsapparat jeden Tag aufs Neue leistet, gleicht einem Hightech-Kraftwerk, das stets ein Ziel verfolgt: Jene 100 Billionen Zellen unseres Körpers mit ausreichend Energie zu versorgen. Möglichst schnell und effizient natürlich.

Wen wundert's nach Naschattacken, dem Faschingsmarathon oder Fast-Food-reichen Arbeitswochen, dass unser Körper nach einer kleinen Auszeit schreit, etwa mit Müdigkeit oder Verdauungsproblemen.

Fakten

"Kuren, die 1300 Kalorien täglich unterschreiten, sind nicht für den Joballtag geeignet."

Regeneration und Reinigung. "Fasten dient in erster Linie der Regeneration und Reinigung. Die Gewichtsabnahme steht nicht im Vordergrund, sondern ist der schönste Nebeneffekt einer Kur", stellt der Kärntner Allgemeinmediziner und F.X. Mayr Arzt Harald Stossier die Motive klar und fügt hinzu: "Besonders bei den so genannten Zivilisationskrankheiten, wie Diabetes Typ 2, Gicht, Arteriosklerose sowie Übergewicht oder Adipositas sind die Erfolge einer Kur groß." Aber: Die Fasten-Industrie liegt im Trend und Buchautoren kreieren immer neue Methoden zum Entschlacken.

Befürworter und Kritiker. Wobei wir bei der Debatte über Schlacken zwischen Befürwortern und Kritikern sind. "Es gibt keine Schlacken. Stoffwechselendprodukte, die nicht gebraucht werden, scheiden wir auf normalem Wege aus", sagt der Grazer Ernährungsmediziner und Stoffwechselexperte Hermann Toplak.

Auszeit. Fasten - im Sinne einer gelegentlichen Auszeit - von Übermaß steht er dennoch nicht nur negativ gegenüber: "Entscheidend ist, dass der Körper ausgewogen mit den wichtigen Nährstoffen versorgt wird, um zu verhindern, dass Muskelmasse abgebaut wird." Das führe nämlich im Gegenzug wieder dazu, dass der Körper verfette, weil er auf die Eiweißspeicher und nicht auf die Fettdepots zurückgreife.

Experten. Toplak rät daher dazu, selbst in Fastenzeiten circa 20 Kilokalorien pro Kilogramm Körpergewicht über die Ernährung zuzunehmen. Worin sich alle einig sind: "Die beste Gewichtsreduktion erzielt man mit Hilfe eines Experten."

Julia Schafferhofer

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