Die richtige Beleuchtung fürs Fahrrad
Eine schlechte Beleuchtung kann für Radfahrer lebensgefährlich sein. Nur ist nicht jede Lampe für jedes Fahrrad zugelassen. Auch bei der Wahl des Dynamos gilt es einiges zu beachten.

Foto © APASicher in den Herbst: Machen Sie den Fahrrad-Check
Die Blätter fallen von den Bäumen, die Flips-Flops weichen festem Schuhwerk. Und auch Fahrradfahrer müssen sich dem Herbst anpassen. "Spätestens jetzt sollten sie sicherstellen, dass die Beleuchtung an ihrem Gefährt für die dunkle Jahreszeit ausreicht", sagt Oliver Reidegeld von der Deutschen Verkehrswacht (DVW) in Berlin. Wenn es schon nachmittags dunkel wird, müssen Radler ausreichend sehen können - und vor allem sichtbar sein.
Um diese Lichtstärke zu gewährleisten, fällt dem Dynamo eine besondere Rolle zu. "Viele ältere Fahrräder sind noch mit einem Seitenläuferdynamo direkt am Vorderrad ausgestattet", hat Hörmann beobachtet. Dabei wird der Strom durch ein Rädchen erzeugt, das an den Reifen geklemmt wird. Doch bildet sich bei Regen auf dem Reifen ein Wasserfilm, findet dieses Reibrad keinen Halt mehr. Die Lampe bleibt dunkel oder flackert.
"Problematisch sind im Herbst auch nasse Blätter, die sich zwischen Reifen und Reibrad verkeilen", sagt Hörmann. Feuchtigkeit schade außerdem den Verkabelungen, gerade bei älteren Dynamos komme es zu Rostbildung. "Man sollte daher immer darauf achten, dass Kabel und elektrische Kontakte gut isoliert sind", sagt Martin Dinkel von der Münchener Fahrradwerkstatt Velo am Ostbahnhof.
Weniger witterungsanfällig ist ein Nabendynamo, wie er bei modernen Rädern mittlerweile Standard ist. Matsch, Laub und Kälte können ihm meist nichts anhaben. Doch wenn das Rad zum Beispiel aus einem wärmeren Keller ins Freie gebracht wird, kann die Luft im Dynamo kondensieren und sich Wasser ansammeln, so DVW-Sprecher Reidegeld. Reparaturen sind oft vergleichsweise aufwendig und machen das Know-How einer Fahrradwerkstatt notwendig.
Für besonders gute Sichtbarkeit sind starke LED-Leuchten geeignet. "Mit 40 oder 50 Lux fällt man im Verkehr einfach stärker auf als mit einer Zehn-Lux-Glühbirne", sagt Jörg Kock. Um andere Verkehrsteilnehmer mit dem grellen Lichtkegel nicht zu blenden, sollte der Strahl schräg nach unten gerichtet werden und in etwa 15 Metern vor dem Vorderrad auf den Boden treffen.
Auch Kleidung kann die Sichtbarkeit von Fahrradfahrern erhöhen. "Zum Beispiel durch reflektierende Bänder fürs Hosenbein oder kleine LED-Lichter am Armband und im Fahrradhelm", sagt Oliver Reidegeld von der Deutschen Verkehrswacht (DVW). Besser für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar sei auch, wer anstelle dunkler helle Kleidung trage.














