Der Grazer Norden
Im Grazer Umland gibt's herrliche Wanderungen für Langschläfer. Teil zwei: der Grazer Norden mit der Ruine Gösting, der Hohen Rannach, dem Reinerkogel...

Foto © Gernot Eder
Ruine Gösting
Die Route: Von der Endstation Gösting (Buslinien 40, 85) auf die Burgruine (im 11. Jahrhundert erbaut). Achtung: sehr steiler Weg! Variante: von der Ruine am Hügelkamm weiter nach Maria Straßengel und von dort zurück mit dem Zug (Zone eins). Oder zuvor nach Raach abbiegen und über den Radweg zurück nach Gösting.
Strecke: zur Ruine 30 Minuten; Gösting - Thalersee (10 km, 2 Std. 40 Min.); Gösting - Plankenwarth - Thal (17 km, 5 Stunden)
Höhepunkte: herrliche Aussicht vom Jungfernsprung, Burgkapelle der heiligen Anna
Einkehr: Burgtaverne Gösting, Di bis So 10 bis 18 Uhr. Tel.: (0 316) 68 45 50
Kanzelkogel
Die Route: Markierter Wanderweg über Forststraße ab St. Veit (Falkenweg). Auch wenn das letzte Stück etwas steil ist - der gesamte Weg ist kinderwagentauglich. Der Gipfelbereich ist aber wegen Steinbrucharbeiten gesperrt.
Strecke: 30 Minuten
Höhepunkt: archäologische Ausgrabungen (6000 Jahre alte Siedlung entdeckt!)
Admonter Kogel
Die Route: Am Klettergarten in Weinzödl über neue Forststraße rechts vorbei. Nach zwei Kehren und einem kurzen geraden Teilstück folgt rechter Hand eine Lichtung. An dieser Stelle links die Böschung hinab bis zu einer Feuerstelle. Hier befinden Sie sich über der sogenannten Türkenschanze, einem beliebten Ausflugsziel. Der Gipfel des Admonter Kogels gilt als wenig attraktiv.
Höhepunkte: Pflanzen am Südhang, die sonst nur in Südeuropa vorkommen, z. B. Flaumeichen; Rapunzel-Turm (Winzer-Wachposten am einstigen Weinhügel)
Strecke: 15 Minuten
St. Veit
Die Route: Ein Schotterweg führt den Gabriachbach bis zum Rückhaltebecken am Eichengrund. Links in einen Wiesenweg abbiegen, weiter über Kortschakweg, schmale Brücke, Schotterweg und vorbei an Pferdekoppeln bis zum Gustav-Klimt-Weg. Auf der St. Veiter Straße den rot-weiß-roten Markierungen Nr. 10 folgen. Der Weg wird hier steiler und mündet bei einem Marterl in eine T-Kreuzung. Variante: rechts halten, über Forstweg Nr. 6 zurück zum Ausgangspunkt. Strecke: 6 km, 1,5 Stunden (Anreise: Hauptbahnhof bis Fuß der Leber mit Linie 53) Einkehr: Gasthaus Feldwirt, St. Veiter Straße 65, Mi, Do Ruhetag, Tel.: (0316) 69 17 69
Hohe Rannach
Die Route: Von der GVB-Haltestelle St. Veit (Buslinie 53) vorbei an Kirche und Kirchenwirt weiter in Richtung Alpengarten Rannach. Bei Weggabelung rechts halten, Rannachstraße folgen und vorbei am Gasthaus "Zu den drei Linden". Richtung "Geierkogel" auf dem Geierkogelweg bleiben und später dem Schild "Hohe Rannach" folgen sowie dem Wanderweg Nr. 766. Bei der nächsten Abzweigung auf den Wanderweg Nr. 10 abbiegen, über den Sie direkt auf die Hohe Rannach mit herrlichem Blick auf den Schöckl kommen. Ein Stück zurück, wieder auf den 766er, führt der Weg zum Huberwirt, wo es auch Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel gibt (Linie 53).
Strecke: 16 km, 4 Stunden
Einkehr: Huberwirt, Stattegger Straße 199, Tel: (0316) 69 21 33; Kirchenwirt, Rannachstraße 9, (0316) 69 29 37.
Reinerkogel
Die Route: Bei der Bäckerei Wölfl führt die Jakobsleiter (rund 300 Stufen) vorbei an Schwesternwald und Ulrichskirche auf den Kogel. Variante: Rückweg über Serpentinenweg auf der anderen Seite des Berges.
Strecke: 2,7 km, 1 Std. 15 Min.
Stattegg/Niederschöckl
Die Route: Stattegg-Hub (420 m) - Falschgraben - Kapelle in Buch (718 m) - Langer Weg - Johann-Waller-Hütte (1160 m) - Gipfelkreuz (1442 m) - Sender (1445 m) - Schöcklkopf (1423 m) - St. Radegund Seilbahn-Talstation (780 m).
Strecke: Hub - Schöckl 3 Std., 1030 Höhenmeter, 9 km; Schöckl - St. Radegund 2 Std., 660 Hm, 6 km
Anreise: von Graz-Andritz mit Stadtbuslinie 53 bis Haltestelle Stattegg-Sonnenhang; Rückfahrt von St. Radegund mit Regionalbuslinie 250
Einkehr: z. B. Johann-Waller-Hütte für Selbstversorger, Sa, So, Fei geöffnet; auf dem Schöckl: Alpengasthof, Bergstation, Halterhütte, Stubenberghaus; Schöcklbartl-Pieber
Schöckl
Die Route: Vom Fuß der Leber über Langen Weg zur Johann-Waller-Hütte. Von dort zum Niederschöckl und weiter bis zum Stubenberghaus am Schöckl. Oder: von der Seilbahnstation bis zum Gipfelkreuz, dort den Panoramaweg einschlagen zum Ostgipfel.
Höhepunkt: Weitblick in alle Richtungen. Allwetterrodelbahn "Hexenexpress". Im Winter: Schlepplift. Schöckl-Seilbahn: Mo bis Fr 9 bis 17 Uhr, Sa, So, Fei (bei Schönwetter) 9 bis 18 Uhr. Seilbahn-Talstation Tel.: (0 3132) 23 32
Anreise: von Graz-Jakominiplatz mit Regionalbuslinie 250 bis St. Radegund zur Seilbahn-Talstation
Einkehr: z. B. Stubenberghaus, Am Schöckl 73, täglich 9 bis 18 Uhr, Tel.: (0 664) 41 79 244
Stephanienwarte/Platte
Die Route: Vom Andritzer Hauptplatz durch den Pfeifferhofweg und das Gehöft vlg. Möltenkarl bis zum ersten Plattenkreuz. Bis zur Stephanienwarte auf der Platte, durch den Obstbau Pölzer, den Rabensteiner Weg und die vom Alpenverein frisch sanierte (und heute offiziell eröffnete!) Rettenbachklamm. Hier wird man sich länger aufhalten, da die naturbelassene Art, die Klamm wieder begehbar zu machen, sehr attraktiv ist. Vom Klammausgang führt die Straße zwischen Einfamilienhäuser hindurch, über die Mariatroster Straße bis zur Tramhaltestelle Waldhof. Die Klamm ist übrigens auch für ein schnelles Wandererlebnis geeignet: einfach bis Tramhaltestelle Waldhof fahren, die Klamm hinauf und wieder hinunter (rund eine Stunde Gehzeit).
Strecke: Andritz - Pfeifferhofweg - Platte 1,5 Stunden. Platte - Rettenbachklamm - Waldhof 1,15 Stunden; Wegstrecke: 8 km
Anreise: vom Jakominiplatz mit den Straßenbahnlinien 4 und 5, vom Hauptbahnhof mit den Buslinien 52, 53 nach Andritz; zurück mit der Straßenbahnlinie 1 ab Waldhof
Höhepunkte: Ausblick übers Grazer Becken, Schloss St. Josef, Stephanienwarte
Einkehr: Buschenschank Erart, Unterer Plattenweg 76, Fr, Sa, So 14 bis 22 Uhr (bis Oktober) geöffnet, Tel.: (0 316) 39 17 09















