Auch Babys müssen ihre Grenzen selbst erforschen
Übung macht den Meister. Eltern sollten ihre Kinder daher nicht daran hindern, das Sofa zu erklimmen oder die Stufen zu bewältigen. Und bitte vergleichen Sie Ihren Sprössling nicht immer mit anderen!

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"Der Frederik ist schon mit zehn Monaten gelaufen! Dafür konnte unsere Maria bereits mit einem Jahr Sätze bilden!"- Unglaublich, mit welcher Hingabe Mütter mit den Fähigkeiten ihrer Kinder hausieren gehen. Ob die Angaben der Realität entsprechen, sei dahingestellt.
Konkurrenzdenken. "Dieses Konkurrenzdenken ist furchtbar. Eltern sollten ihre Erwartungen überdenken, anstatt ständig zu vergleichen, welches der Kinder, was früher gemacht hat. Das erzeugt nur Druck", weiß Doris Kuchernig, Leiterin der Kinderneurologie an der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde des LKH Klagenfurt.
Richtwerte. Ein Ansatz, den die Grazer Kinder- und Jugendlichenanalytikerin Ursula Grohs teilt: "Damit befriedigen Mama und Papa nur ihr Geltungsbedürfnis." Die bekannten Meilensteine der frühkindlichen Entwicklung seien ebenfalls nur als Richtwerte zu verstehen und müssten nicht von jedem Kind punktgenau eingehalten werden, machen die Expertinnen deutlich. Denn, so betonen sie, "Entwicklung ist immer ein dynamischer Prozess, bei dem der motorische mit dem sensorischen, kognitiven und sozialen Bereich untrennbar verbunden ist." Will heißen, dass ein Kind beispielsweise erst zu laufen beginnen wird, wenn es seine Umwelt entsprechend wahrnimmt."














