Jetzt doch: Stangl meldet K-2-Gipfelsieg
Vor zwei Jahren erwies sich ein Foto seines K-2-"Gipfelsturms" als Fälschung. Seither kämpfte Christian Stangl um Rehabilitierung. Bis jetzt: Mittwoch soll er den Berg bezwungen haben.

Foto © APA/Stangl/Archivbild
Diesmal dürfte die Nachricht stimmen: Der steirische Extrembergsteiger Christian Stangl hat am Mittwoch den Gipfel des zweithöchsten Berges der Welt, des K 2, erreicht.
"K 2 summited!" (übersetzt: K 2 erreicht), teilte er auf seiner Homepage skyrunning.at kurz und bündig mit. Auch das Extrembergsteiger-Internet-Portal Explorersweb reihte den 46-jährigen Steirer gestern unter jene Alpinisten, die am 1. August den Gipfel des 8611 Meter hohen Bergs erreichten, fügte aber hinzu: "Diesmal hoffentlich wirklich."
Christian Stangl hatte vor zwei Jahren für negative Schlagzeilen gesorgt. Ein vermeintliches "Gipfelfoto", das er per E-Mail als Beweis für den Gipfelsturm verschickt hatte, war unterhalb des Gipfels entstanden. Später ertappt, rechtfertigte er sich mit einem "tranceartigen Zustand", in dem er sich befunden habe.
Die höchsten 21 Gipfel
Der Extremsportler kämpfte seither um Rehabilitierung und nahm sein "Triple Seven Summits"-Projekt in Angriff: als Erster die drei höchsten Gipfel aller sieben Kontinente zu besteigen, insgesamt also 21 Gipfel. Bei dem Vorhaben geht es auch um die Neuvermessung von Gipfeln, zu denen unterschiedliche Höhenangaben vorliegen. Bisher ist es noch keinem Alpinisten gelungen, alle "Triple Seven Summits" zu besteigen. Nach dem K 2 fehlt dem Skyrunner nun nach eigenen Angaben nur noch der Gora Shkhara im Kaukasus in Georgien, mit 5193 Metern der dritthöchste Berg Europas.
An ihm hatte sich Stangl bereits heuer im Juni versucht, er kam jedoch aufgrund des heftigen Schneefalls und starken Sturms nicht nach oben. Laut Homepage will er es im September noch einmal versuchen.
Features
Zur Person
Christian Stangl (44) ist gelernter Elektrotechniker und seit 2001 Profibergsteiger. Als solcher setzte er alpinistische Meilensteine: Er absolvierte 28 Skyruns auf Berge über 4884 Meter, schaffte die 8000er Mount Everest und Cho Oyu als Tagestouren und lief auf vier 6000er innerhalb von 24 Stunden.
Stangl hatte vor zwei Jahren für Schlagzeilen gesorgt, als er zugab, seinen Gipfelsieg am K2 vorgetäuscht zu haben.















