Das Trekkingbike
Nicht Fisch, nicht Fleisch? Blödsinn! Gemessen am hauptsächlich genutzten Terrain müsste eigentlich das Trekkingrad die Nummer 1 im Lande sein.

Foto © Intersport
Die Zielgruppe
Das ist eigentlich die (nicht gelebte) Realität: Die meisten Freizeitradler in Österreich sind in Wahrheit typische "Trekkingradler"! Die Freiheit auf Rädern und der Fitnessnutzen sind ihnen wichtiger als die Leistungsbestätigung – sie genießen die sportliche Bewegung genauso wie die Landschaft drum herum.
Der Einsatzbereich
Trekkingräder sind wahre Multitalente, die vor allem auf langen, auch mehrtägigen Touren als "Lastesel" unschlagbar sind. Gut ausgebaute Radwege sind ihr liebstes Terrain – sie sind aber auch stabil genug, um im leichten Gelände mühelos bestehen zu können. Und sie leisten, weil komplett ausgestattet, auch im Alltag als Verkehrsmittel beste Dienste.
Das Anforderungsprofil
Spaß am Radfahren – mehr wird nicht verlangt. Die körperliche Beanspruchung ist durch die sehr komfortable Sitzposition auch gering. Logisch: Je besser der körperliche Zustand, umso länger können die Touren sein.
Die Alternative
Wer's doch etwas sportlicher haben will, aber auf den Fahrkomfort nicht verzichten will: Das "Crossbike" ist eine gute Mischung aus Trekkingrad und Mountainbike.
Plus und Minus
- + Das perfekte Universalrad für alle, die von ihrem Bike mehr erwarten als nur eine spezielle Nutzung.
- + Die aufrechte Sitzposition schont Rücken und Nacken, macht längere Ausfahrten auch für weniger gut Trainierte möglich.
- + Durch die Ausstattung (Licht, Gepäcksträger etc.) voll verkehrstauglich.
- – Vom Image her eben nicht so "cool" wie Mountainbike oder Rennrad.
- – Kann klarerweise im Gelände bzw. auf der Straße mit den "Spezialisten" nicht mithalten.
Features
Tipp von Peter Wrolich
Das Trekkingbike ist der verlässliche Begleiter für alle Radreisenden, die sich die Zeit nehmen, die Welt vom Sattel aus zu entdecken und zu erleben.
Zum Thema
Der Typenschein
Rahmen: Vom Rennrad die Rahmengeometrie,
vom MTB (obwohl deutlich
schlanker) die Belastbarkeit. Rahmengewicht
von 1,5 kg (Titan) über Alu (1,5 – 2,1
kg) bis 2,5 kg (Stahl).
Rahmengröße: 155
bis 160 cm Körpergröße = 38 - 44 cm;
170 – 175 cm = 51 – 54 cm; 180 – 185 cm =
57 – 60 cm.
Lenker/Sattel: Alles ist auf Komfortables
Radeln auf langen Touren
ausgelegt. Federung kein Muss, im Gabelbereich
aber durchaus angenehm.
Lenkerbreite: 450–570 mm.
Schaltung: Neben der Kettenschaltung
kommt bei Trekkingbikes durchaus
auch die wartungsfreie Nabenschaltung
zum Einsatz.
Bremsen: bei voller Beladung sind
Scheibenbremsen verlässlicher.
Laufräder: Meist 28 Zoll, die Reifen
sind deutlich schmäler und mit nicht so
starkem Profil wie beim MTB, um den
Rollwiderstand zu verringern.
Gesamtgewicht: 13 bis 18 kg.















