Das Mountainbike
Der Alleskönner: Wie der Name schon sagt, sind Mountainbikes eigentlich für die Berge geschaffen. Was sie aber nicht daran hindert, auch in der City gute Figur zu machen.

Foto © Mario Webhofer
Die Zielgruppe
Gesucht sind sportliche Fahrer, die in erster Linie offroaddas Abenteuer suchen. Berge auf Forstwegen und Single Trails erobern, bei Abfahrten über Stock und Stein das fahrerische Können ausspielen – das begeistert den wahren Mountainbiker.
Der Einsatzbereich
Wie gesagt: Im Gelände spielt das MTB sein ganzes Können aus – tatsächlich aber ist es ein echter Allrounder, weil es sich auch auf der Straße ganz gut fahren lässt. Und sogar in der City sorgen die breiten Reifen für Standfestigkeit – und ob seines flotten Stylings auch für Aufsehen. Sogar mit aufsteckbaren Elementen wie Licht oder Schmutzfängern.
Das Anforderungsprofil
Die fahrtechnischen Anforderungen sind beim MTB – schon aufgrund der ständig wechselnden, oft auch extremen Bedingungen im freien Gelände – doch etwas höher als beim Rennrad. Einsteiger gewöhnen sich mit gezielten Balance- und Technikübungen an Material und Piste.
Der Gendertest
Auch die Industrie hat längst auf die Liebe der sportlichen Frauen zum Mountainbike reagiert, stellt speziell auf die weiblichen Bedürfnisse maßgeschneiderte Bikes zur Verfügung.
Plus und Minus
- + Das Traumbike für Radsportler, die der Spaß am Fahren und nicht so sehr der Wettkampfgedanke antreibt.
- + Die Federung, die leichtgängigen Scheibenbremsen und eine aufrechtere Sitzposition sorgen für mehr Komfort, ohne dass der sportliche Touch auf der Strecke bleibt.
- + Vom "Allmountain" über Cross Country, Freeride, Trial bis zum puren Downhiller – für jede sportliche Vorliebe gibt es das maßgeschneiderte Bike.
- – Obwohl Mountainbikes mittlerweile überall gefahren werden – die breiten Reifen und der erhöhte Rollwiderstand fordern auf Straßentouren mehr Krafteinsatz.
- – Für den Alltagsgebrauch nur bedingt tauglich, muss nachgerüstet werden.
Features
Der Typenschein
Rahmen: Ist für extreme Belastungen
und Stöße ausgelegt, bevorzugtes Material Alu
und Stahl, Gewicht von 1,2 bis 4 kg. Im
höherpreislichen Segment dominiert allerdings
bereits Karbon.
Rahmengröße: 155 –
160 cm Körpergröße = 34 – 37 cm; 170 – 175
cm = 43 – 47 cm; 180 – 185 cm = 50 – 53 cm.
Lenker: Robust und breit für sicheres
Handling.
Lenkerbreite: 500 – 700 mm. Für
Griffwechsel mit BarEnds auszustatten.
Schaltung: Vorn drei Kettenblätter (z. B.
44/32/22), hinten 8 bis 10 Ritzel für bis zu
30 Gänge.
Bremsen: Scheibenbremsen, weil die
mehr Belastung vertragen.
Laufräder: Breit und stark, neben den
gängigen 26 Zoll haben sich auch die 29er
etabliert. Ein heißer Tipp sind Tubelessreifen
(schlauchlos) – sind weniger pannenanfällig
und vertragen geringeren Luftdruck.
Federung: (Verstellbare) Dämpfung im
Vorderbau fängt die Stöße ab, Federwegvon
100 mm (Tourenbiker) bis 160 mm
(Downhill). Bei Full Suspension ist auch der
Hinterbau gefedert.
Gesamtgewicht: 8 – 16 kg.
Fotoserie
Tipp von Peter Wrolich
Hinauf auf den Berg, auf der Hütte eine kleine Jause und über Single Trails wieder hinunter ins Tal! Kann's was Schöneres geben?















