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Zuletzt aktualisiert: 03.05.2012 um 14:02 UhrKommentare

Bergretter bargen 2011 fast 7.000 Menschen

Vor allem stiegen die Einsätze im leichten Gelände. Laut Bergrettung sind viele Leute nicht optimal auf das Wandern im Gebirge vorbereitet. Häufigste Unfallursachen sind Überschätzung und Erschöpfung.

Foto © APA

Der Wanderboom in den vergangenen Jahren zieht mehr Einsätze der Bergrettung nach sich. Vor allem im sogenannten leichten Gelände stieg die Anzahl der Personen, die Hilfe benötigten, in den vergangenen beiden Jahren stark an. Insgesamt barg die österreichische Bergrettung im Jahr 2011 bei 6.549 Einsätzen 6.895 Menschen, rund 5.000 von ihnen verletzt, 160 nur noch tot.

Die Zahl der Einsätze ist damit im Vergleich zu 2010 um mehr als 170 zurückgegangen, lag aber deutlich über den Zahlen der Jahre zuvor. 2.833 Mal wurden Bergretter ins sogenannte leichte Gelände gerufen: Überwiegend zu Wanderern, die den Rückweg nicht mehr aus eigener Kraft schafften, weil sie sich verirrt oder verletzt hatten oder konditionelle und gesundheitliche Probleme hatten.

Starker Boom

Gerade beim Wandern sei ein starker Boom zu bemerken, die Einsätze hätten in den vergangenen zwei Jahren stark zugenommen, da viele Leute nicht optimal vorbereitet seien, erläuterte die Bergrettung. 126 Wanderer wurden im vergangenen Jahr tot geborgen, Ursache Nummer eins waren Herz-Kreislauferkrankungen. Weitere 21 Tote wurden aus dem Fels geborgen, sieben nach Skitouren bzw. Variantenfahrten, je zwei von Touren im Eis, von Skipisten und nach Lawinenabgängen. Die Zahl der Menschen, die aus Lawinen geborgen wurden, war die niedrigste seit 14 Jahren. Die Ursache dafür lag im schneearmen Winter.

Nur auf Pisten rückten die Bergretter noch häufiger aus als in Wandergebiete: 3.203 Mal im Jahr 2011, eine im langjährigen Vergleich allerdings niedrige Zahl. 233 Einsätze galten Skitouren- oder Variantenfahrern, wobei es nach Beobachtungen der Bergretter immer häufiger ungeübte Skifahrer ins freie Gelände zieht. Ein weiteres Problem: Urlauber, die den Spuren einheimischer Tourengeher oder Freerider folgen, allerdings ohne deren Ortskenntnisse und ohne Notfallausrüstung.

Überschätzung und Erschöpfung

Eine tendenzielle Zunahme der Unfälle gibt es beim Rodeln, Canyoning, Paragleiten und Klettern, wobei die Bergrettung letzteres auch auf den Bau von immer mehr Klettersteig-Anlagen zurückführt. Häufigste Unfallursachen aus Sicht der Einsatzkräfte sind die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und Erschöpfung.

Quelle: APA

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Grafik vergrößernEinsätze der Bergrettung 2011Grafik © APA





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