Stadt Graz startet mit Radverleih "Graz-Bike"

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Die Stadt Graz wird ein betreutes Leihradsystem mit Buchungsplattform aufsetzen, um radelnden Gästen und Einheimischen, die spezielle Räder ausprobieren wollen, entgegenzukommen. Das Projekt "Graz-Bike", das für drei Jahre mit 350.000 Euro veranschlagt ist, wurde am Donnerstag mit schwarz-grüner Mehrheit im Gemeinderat genehmigt. Alle anderen Parteien waren dagegen.
Nach Versuchen mit Gratis-Leihrädern in den 1980er Jahren war der Verleih in der als radfreundlich bekannten Murmetropole einzelnen Händlern überlassen. Für ein flächendeckendes automatisiertes System a la "Citybike" in Wien fehlte einerseits ein aus Sicht der Stadt kostengünstiger Betreiber, andererseits aber auch das Marktpotenzial in der mit Fahrrädern sehr gut ausgestatteten Kommune. Nach einer mehrjährigen Konzeptphase hat man sich nun entschlossen, einen wenig riskanten Weg einzuschlagen und auf dem bisherigen Verleih aufzusetzen: Durch einheitliches Branding, Zusatzangebote und bessere Zugänglichkeit über eine Buchungsplattform Mehrwert zu schaffen. Für Verkehrsreferentin Bürgermeisterstellvertreterin Lisa Rücker ist die Buchungsplattform auch ein erster Baustein einer Plattform, über die künftig noch andere Mobilitätsdienstleistungen wie Öffi-Tickets oder Carsharing abgewickelt werden sollen.
Betrieben wird die Buchungsplattform über die "E-Mobility", einer Tochter der Graz Holding. In der Startphase sind acht Verleiher - vorwiegend Händler - dabei, mittelfristig sollen es 20 werden. Abgesehen von E-Bikes sollen auch Lastenfahrräder und Kinder- sowie Lastenanhänger angeboten werden. Ziel ist es, dass sich das System nach der dreijährigen Startphase selbst erhält.
Seitens der SPÖ und der KPÖ stieß man sich an den leicht über dem gegenwärtigen Niveau liegenden Tarifen (geplant sind z.B. 11 Euro für ein Citybike, 16 für ein E-Bike pro Tag) und der zu wenig attraktiven Zugänglichkeit eben nicht rund um die Uhr.














