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    Zuletzt aktualisiert: 01.12.2011 um 13:25 UhrKommentare

    Fitnesscenter Schreibtisch

    Alltag im Büro: Das ist nicht nur Arbeit für den Kopf, sondern auch für den Körper. Wir zeigen dir, wie du dich im (und fürs) Büro in Bestform bringen kannst, wenn du an deinem Schreibtisch einfache, aber wirkungsvolle Fit-Übungen einbaust.

    Foto © Robert Kneschke - Fotolia.com

    Auch wenn der moderne Bürohengst keine körperliche Schwerstarbeit erledigen muss, macht er sich im Job sprichwörtlich krumm. Buckeln, bis der Arzt kommt: Rücken- und Nackenschmerzen sind im Büro ebenso selbstverständlich wie Überstunden. Mehr noch: "Gerade bei Menschen, die nicht körperlich arbeiten, treten physische Beschwerden noch häufiger auf", weiß Ronny Kokert, ehemaliger Profisportler und Gründer des Shinergy-Zentrums in Wien.

    Der beste Sessel bringt nichts

    Der Grund hierfür ist simpel: "Je weniger wir uns bewegen, desto schwächer werden die Muskeln, desto mehr Last muss von den Knochen, Bändern und Gelenken getragen werden und desto schneller vollzieht sich deren Verschleiß", beschreibt Kokert den Teufelskreis. "Unser Körper ist für Bewegung geschaffen – und nicht für acht Stunden sitzen. Der Trugschluss, dem die meisten außerdem unterliegen: Sie glauben,dass ein ergonomisch wertvoller Bürostuhl dieses Defizit an Bewegung ausgleichen kann. Es gibt aber definitiv keinen Stuhl auf der Welt, auf dem man aus gesundheitlicher Sicht acht Stunden pro Tag sitzen sollte." Im Gegenteil: Je mehr der Stuhl den Körper entlastet, also dessen stützende Aufgabe übernimmt, desto weniger sind die Muskeln gefordert und desto schneller schwächen sie ab.

    So geht's

    Natürlich sind Qualität und Passform des Sessels wichtig – um ein körperliches Ausgleichsatraining kommt aber niemand umhin. Welches dabei die wichtigsten Fit-Faktoren für Schreibtischsitzer sind, verrät hier der Profi: Der Körper – eine Einheit. Manche machen daheim Rückentraining – aber sie vergessen, dass Haltung und Bewegung des Körpers durch ein Zusammenspiel vieler Muskelpartien funktioniert. Es genügt nicht, sich nur auf eine Muskelgruppe zu konzentrieren. "Um fit für den Büroalltag zu werden, sind neben einem starken Rückgrad auch Bauch, Po, Schultern und Beine gefragt und gefordert", mahnt Kokert.

    Kräftigen

    Eisenstemmen im Fitnessstudio macht vielleicht pralle Muskeln, aber noch lange keine gute Haltung. Nicht Kraft für kurze Zeit, sondern Spannung im Körper über eine lange Zeit ist gefragt. Daher: "Arbeitet lieber mit eurem Körpergewicht und wählt Übungen, bei denen der Körper über längere Zeit gefordert wird. Yoga- und Pilates-Einheiten sind dafür ideal."

    Jeder Schritt zählt. Das Büro muss keine bewegungsfreie Zone sein! Im Gegenteil: Je mehr und je abwechslungsreicher du dich im Alltag bewegst, desto aktiver sind deine Muskeln und desto fitter fühlst du dich. Nutze jede Gelegenheit, um ein paar Schritte zu gehen (beim Telefonieren, in der Pause oder zum Wasser trinken). Und vor allem: Nimm dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um während der Schreibtischarbeit einige einfache Fitnessübungen einzubauen und um deinen Körper aus seiner Sitzlethargie zu erlösen.

    Fotoserie: Fit im Büro: zum Mitturnen

    Gemeinsam mit Ronny Kokert haben wir hier 12 Übungen zusammen gestellt, mit denen du dein Wohlbefinden am Arbeitsplatz blitzartig verbessern kannst. Die Reihenfolge ist ganz egal, du kannst sie auch einzeln zwischendurch einbauen. Ideal aber wäre, wenn du an jedem Arbeitstag alle 12 Übungen (vielleicht sogar zweimal) durchmachst. Und falls sich die Kollegen im Büro wundern: Vielleicht kannst du sie ja zum Mitmachen motivieren – und wenn nicht: Hauptsache, du bist fit!


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