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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2011 um 11:30 UhrKommentare

Aus Liebe zum Sport

Gute Nachricht für Singles, die es nicht bleiben wollen: Die Chancen, beim Sport auch Bewegung ins Liebesleben zu bekommen, stehen absolut gut. Hier liefern wir die wichtigsten Tipps und Infos, wie der Sport zur erfolgreichen "Partnerbörse" wird.

Wenn's einmal gefunkt hat, stärkt der gemeinsame Sport die Partnerschaft

Foto © Bernd Leitner - Fotolia.comWenn's einmal gefunkt hat, stärkt der gemeinsame Sport die Partnerschaft

Immer wenn Simone – eine ambitionierte Hobbyläuferin – ihre tägliche Runde durch den Wald trabte, überholte sie Jan, ein leidenschaftlicher Marathonläufer. Diese zunächst zufälligen Treffen wurden schnell zur stillschweigenden Verabredung. Jeden Morgen um halb neun im Wald. Man sah sich, grüßte sich, plauderte unter Sportsfreunden – und traf sich dann irgendwann zum Date. Seither sind Jan und Simone unzertrennlich. Beim Laufen ebenso wie im echten Leben. Als Paar haben sie nicht nur die Liebe zu einander, sondern vorallem auch zum gemeinsamen Sporteln entdeckt. Ihr Ziel: "Nächstes Jahr laufen wir gemeinsam den New-York-Marathon."

Sport lässt Herzen höherschlagen. Und zwar nicht bloß wortwörtlich, weil man den Puls durch sportliche Anstrengung hochtreibt, sondern auch im übertragenen Sinn. Ob für einen abenteuerlichen Flirt oder für mehr Abenteuer in der langjährigen Partnerschaft – körperliche Aktivitäten sorgen auch dafür, dass du Bewegung in dein Liebesleben bringst. Das ist sogar wissenschaftlich belegt: Durch intensive körperliche Aktivität kommt es im Körper zu einer vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin. Dieses Hormon bewirkt einen Anstieg der Herzfrequenz sowie des Blutdrucks und macht den Körper auf diese Weise in Sekundenschnelle leistungsfähiger und aktiver.

Adrenalin macht flirtwillig

Das ist ja bekannt. Was die meisten dabei nicht wissen: "Adrenalin wirkt sich nicht nur auf den Körper, sondern in gewisser Weise auch auf unsere Psyche aus", erklärt die Sportpsychologin Claudia Altmann von der sportpsychologischen Verbindung "Freilauf" in Wien. Wissenschaftler fanden nämlich heraus, dass wir unter Einfluss von Adrenalin Menschen in unserer Umwelt vielfach attraktiver wahrnehmen als im Ruhezustand. Unbewusst projizieren wir also die sportlich hormonbedingte Erregung auf die Attraktivität unseres Gegenübers.

Ein Phänomen, das Mutter Natur nicht ganz ohne Hintergedanken erfunden hat. "Adrenalin wird schließlich nicht nur beim Sport, sondern vor allem auch in Angst- und Stresssituationen freigesetzt", erklärt die Expertin. "Ist Angst im Spiel, nehmen wir unsere Mitmenschen attraktiver wahr – und lassen uns so auch schneller auf jemand anderen ein." Im ursächlichen Sinn, weil wir vom anderen Hilfeleistung und Beistand erwarten. Im Bereich des Sports aber bewirkt dieser Adrenalinausstoß, dass wir flirtwilliger werden – und einem sportlichen Tête-à-tête durchaus nicht abgeneigt sind.

Je intensiver, desto besser

Dass der Sport grundsätzlich eine überaus gut funktionierende Kontaktbörse ist, ist offensichtlich. Dass wir trotzdem nicht immer auf die hormonelle Flirtunterstützung bauen können, ist ebenso gewiss. "Einen Menschen, den wir – aus welchen Gründen auch immer – schlichtweg nicht mögen, können wir uns auch nicht schöner und netter sporteln", entkräftet die Sportpsychologin Altmann gleich etwaige Hoffnungen. Abgesehen davon hängt die Intensität des flirtwilligen Hormonflows von der Intensität des betriebenen Sports ab: Je extremer die sportliche Leistung und Situation, desto höher und intensiver ist auch der Hormonmix. Vor allem bei Abenteuer- und Extremsportarten wie Rafting, Klettern oder Bungeejumping kommen Herz und Hormone so richtig in Wallung.

Flirttauglichkeit der Sportplätze nach dem Schulnotensystem

  • Laufstrecke: 4
  • Radtour: 4
  • Golfplatz: 1
  • Tennisplatz: 2
  • Tanzkurs: 1
  • Judokurs: 3
  • Bergtour: 4
  • Schwimmbad: 1
  • Squash-Court: 4
  • Kegelbahn: 1
  • Reitplatz: 4
  • Volleyballplatz: 2
  • Fitnessstudio: 1
  • Schipiste: 3
  • Eislaufplatz: 2
  • Rodelbahn: 5

Das heißt aber nicht, dass es bei normalen Sportarten nicht auch zum Funken kommen kann. Auch hier können die Hormone die Zügel in die Hand nehmen, "auch wenn die Adrenalinausschüttung in der Regel nicht ganz so intensiv ist wie in Extremsituationen, verbindet ein gemeinsamer Sport dennoch ungemein", sagt die Expertin. weniger hemmschwellen Das Fitnessstudio oder der Sportverein gelten schon deshalb als heißes Flirtpflaster, weil der Mensch hier von Natur aus entspannter und offener ist. Die Atmosphäre beim Sport ist ungezwungen und kameradschaftlich. Sportler sind fast automatisch per Du. Eine Hemmschwelle, um ins Gespräch zu kommen, gibt es ebenso wenig wie Fettnäpfchenfallen bei der Wahl des Anmachspruchs. Schließlich haben Mann und Frau beim Zusammentreffen gleich ein gemeinsames Thema. Und diese freundschaftliche Basis beim gemeinsamen Hobby stellt, wenn's drauf angelegt wird, auch die Weichen für ein gelungenes, ungezwungenes Anbandeln.

"Vor allem Frauen reagieren beim gemeinsamen Sport offener auf die männliche Kontaktaufnahme, da sie nicht gleich mit einer plakativen Anmache rechnen müssen, sondern über ein gemeinsames Interesse ins Gespräch kommen. Das hat ja deshalb nicht gleich was mit der Disziplin 'Betten-Turnen' zu tun", sagt Claudia Altmann, die noch einen weiteren Flirtbonus nennt: "Sport macht nachweislich attraktiv – und zwar nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Und das lässt sich einfach erklären: Wer sich bewegt, seinen Körper fordert und sich mit ihm auseinandersetzt, fühlt sich in selbigem automatisch wohler und damit auch sicherer. Und das strahlt eben auch auf die Mitmenschen aus."


Die wichtigsten Regeln

Dresscode: Natürlich möchte man zeigen, wofür man so hart trainiert hat. Darfst du auch – allerdings in gewissen stofflichen Grenzen. Freie Oberkörper sind beispielsweise grundsätzlich tabu. Auch sonst sollte die Bekleidung nicht allzu knapp geschnitten sein und keine ungewollten Einblicke erlauben. In gediegeneren Studios ist es sogar erwünscht, die Schultern und vor allem die Achseln zu bedecken. Das gilt übrigens auch für Ladys: Allzu knappe Kleidung wirk nicht sportlich, sondern provokativ.

Deo ja, Parfüm nein: Extreme Gerüche (und mögen sie noch so gut sein) können zu Kopfschmerzen führen und gelten unter wahren Sportsfreunden daher als verpönt. Achtung: Auch Nahrungsmittel wie Knoblauch und Curry können zu störenden Gerüchen führen, wenn man sie durch den Schweiß riecht.

Bussi, bussi Auch wenn man seinen neuen Schwarm schon jetzt knutschen könnte, verschwitzte Wangen laden nicht gerade zum Begrüßungsbussi ein. Verschwitzte Schmatzer sind daher tabu.

Bei der Sache bleiben: Zum Training geht man in erster Linie wegen des Sports. Wenn sich dabei ein netter Flirt auftut – umso besser. Vergiss dennoch nicht, worum es geht. Weder deinen Schwarm noch deine Mannschaftskollegen würde es freuen, wenn du nicht mehr bei der Sache wärest.

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