Trendsportarten: Seilklettern, Bouldern und Slacklinen
Freizeitaktivitäten in luftiger Höhe und in der freien Natur liegen in Kärnten voll im Trend - egal ob Seilklettern, Bouldern oder Slacklinen. Wie Schwammerln schießen Kletterrouten und -steige aus Kärntens Bergen.

Foto © KKRobert Zaghloul, einer der besten Boulderer Kärntens, trainiert mit einem Freund in Radenthein
Es mag wohl der Nervenkitzel, das Ausloten der eigenen Grenzen oder das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist sein, das tausende Kärntner an künstliche oder natürliche Steilwände zieht. Sportklettern - mit oder ohne Seil - ist eine der Trendsportarten im Lande.
"Wir haben in Kärnten im vergangenen Jahr über 1000 Leute ausgebildet und mehr als 30 sogar zu Klettertrainern", sagt Hannes Hausherr, der seit 26 Jahren klettert und die Jugend beim Österreichischen Alpenverein betreut. Wie Schwammerln schießen Kletterrouten und -steige aus Kärntens Bergen. Allerorts werden Kletterparks errichtet. "Doch es gibt viel zu wenig Indoorhallen", sagt Hausherr und spricht damit die voll ausgelasteten Kletterhallen in Wolfsberg, Klagenfurt, Villach und Mühldorf im Mölltal an.
Der 42-Jährige findet das Klettern nicht zuletzt wegen der Freigeistideologie faszinierend. "Es ist ein Teamsport. Zusammen kann man mehr erreichen als alleine." Auch für den Körper ist das Klettern gut. "Jeder Muskel wird trainiert", sagt Hausherr.
Und das behauptet auch Andreas Erschen von seiner Leidenschaft, dem Freizeittrend Nummer zwei: dem Slacklinen. Der stellvertretende Obmann des Slackline-Vereins Teambalance beschreibt seine Faszination für das Balancieren auf einem rund drei Zentimeter breiten Seil, das zwischen zwei Bäumen festgespannt ist, so: "Ich habe meinen Körper noch nie so unter Kontrolle gehabt." Das muss er und die immer größer werdende Fangemeinde auch. Denn das Seil kann nicht nur einige Zentimeter oberhalb des Bodens gespannt werden, sondern auch über Schluchten und Flüsse.
Doch Achtung beim Seiltanzen im Gebirge: Der Österreichische Bergrettungsdienst bittet Slacklines der örtlichen Polizei, den alpinen Einsatzkräften oder der Flugrettung zu melden. Im Ernstfall können sie nämlich Rettungsflieger in Gefahr bringen.














