Was wurde aus den Hunde-Bädern?
Seit Jahren fordern Grazer Hundeliebhaber Badeplätze für ihre Vierbeiner. Im vergangenen Jahr wurden diese von der Stadt in Aussicht gestellt. Doch noch immer arbeitet man an einer zufriedenstellenden Lösung.

Foto © Markus LeodolterHundeelend in der Hundehitze
Hundstage heißen wohl nicht ohne Grund so. Denn wenn die Temperaturen am Thermometer immer weiter nach oben klettern und Menschen schweißgeplagt den Schatten suchen, fühlen sich auch die Vierbeiner hundeelend. Ein Sprung ins kühle Nass käme da gerade recht. Doch: In den städtischen Brunnen ist das Baden für Hunde - wie übrigens auch für Menschen - tabu. "Die Hundehaare verstopfen die Filteranlagen, hohe Reparaturkosten sind die Folge", weiß Birgit Zelinka von der städtischen Abteilung für Grünraum und Gewässer, die auch Mitarbeiterin der Broschüre "Wuff" ist - eine Informationsbroschüre rund um den Hund, die vergangenes Jahr erstmals von der Stadt Graz veröffentlicht wurde.
Möglichkeiten
Darin findet sich auch die Ankündigung, dass sich die Stadt um adäquate Badeplätze für Hunde kümmern möchte. Und tatsächlich gibt es vereinzelte Bademöglichkeiten an Grazer Bächen wie dem Gabriach-, dem Leonhard- oder dem Mariatrosterbach. Auch am Rosenhain finden Hunde Abkühlung. "Eine größere Anzahl von Hunden ist dort allerdings nicht erwünscht", weiß Zelinka. "Kämen zu viele, wäre ein allgemeines Verbot für Hunde die unmittelbare Konsequenz", ist sie sicher. Die Lärmentwicklung und mögliche Gefährdung durch die Hunde würde von Anrainern nicht geduldet.
"Das Ziel kann deshalb nur ein eigener Hundebadeteich sein", meint Zelinka. In Hartberg wurde zu Beginn des Monats ein solcher eröffnet, mit großem Erfolg. Eingezäunt und mit angrenzender Freilaufzone ist es ein Badeparadies für Vier- und Zweibeiner. Zelinka ist derzeit auf der Suche nach einem entsprechenden Areal in Graz. Die Voraussetzungen: "Es sollte kein zu stark besiedeltes Gebiet sein und der Teich braucht Frischwasserzufuhr." Mit etwa 10.000 Euro Budget müsste das Projekt machbar sein. Auf Vereinsebene eventuell auch unabhängig von der Stadt.














