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Zuletzt aktualisiert: 23.05.2011 um 10:24 UhrKommentare

Für echte Rampensäue

Am Bezirkssportplatz Grünanger entsteht ein Skaterpark der Superlative - geplant von den Skatern selbst.

Haben den Skaterpark geplant: Walter Kalunder, Xaver und Georg Kettele

Foto © Jürgen FuchsHaben den Skaterpark geplant: Walter Kalunder, Xaver und Georg Kettele

Durchzukommen, ohne einmal antauchen zu müssen. Das ist der große Plan für den neuen Skaterpark am Bezirkssportplatz Grünanger, der Mitte Juli eröffnet werden soll. "Es geht um den Flow, den ein guter Skaterpark braucht", sind Georg und Xaver Kettele sowie Walter Kalunder - die Ideengeber für den Platz - sicher, dass hier etwas Besonderes geschaffen wird. "Auf 2000 Quadratmetern entsteht ein Skaterareal, das es in dieser Form in der Umgebung von Graz derzeit nicht gibt."

Fakten

23 Bezirkssportplätze gibt es insgesamt in Graz. Dazu kommen saisonale Flächen wie Eislauf- flächen oder Loipen. Wetzelsdorf ist der einzige Grazer Bezirk ohne eigenen Bezirkssportplatz.

Das Gelände ist wie ein Stadion angelegt. Die Hügel aus Beton sind alle von Hand modelliert und geschliffen. Auch die Rampen, Stiegen, Podeste und die Halfpipe sind selbst geplant und keine Fertigprodukte. Um die Lärmbelastung möglichst gering zu halten, wird außerdem ein Lärmschutzhügel errichtet. "Mit unserem Angebot bedienen wir alle drei Arten von Skatern", fasst Xaver Kettele das Konzept zusammen. "Jene, die sich gerne auf der Halfpipe messen, jene die gerne auf Rampen Tricks ausprobieren, aber auch jene, die straßenrealistisches Fahren bevorzugen." 376.920 Euro werden für das Projekt aufgewendet, 100.000 Euro werden aus EU-Fördermitteln dazugezahlt.

Von Skatern für Skater

Dabei sollte das Projekt zu Beginn eigentlich ganz anders aussehen. Walter Kalunder bekam vor fünf Jahren während seines Studentenjobs in der Exciting Funhall Wind davon, dass die Stadt neue Skaterareale plane. Mehrere Bezirke sollten identische Anlagen bekommen, man war auf der Suche nach jemandem, der die Planung in die Hand nehmen könne. Und die drei passionierten Skater, die mittlerweile hauptberuflich im Wirtschafts- und Architekturbereich tätig sind, schlugen zu.

Allerdings mit einer ganz anderen Idee. Individualität statt Fertigteilrampe lautet das Credo. "Und es ging uns darum, nicht nur einen Platz FÜR, sondern vor allem einen Platz MIT den Skatern zu schaffen", erklärt Georg Kettele. Die Entwürfe wurden daher immer wieder auf einer Onlineplattform veröffentlicht und diskutiert. "Das vorliegende Ergebnis ist die ideale Kompromisslösung". Und die drei haben noch weitere Ideen. Es gibt Gespräche mit dem österreichischen Skaterlabel "Brutal Beauty", um auf die Skaterszene in Graz aufmerksam zu machen. Vier Grazer Künstler (Gruppen) werden Designs für Skateboards sowie T-Shirts gestalten. Diese sollen im Rahmen einer Wanderausstellung gezeigt und natürlich auch gekauft werden können.

Außerdem wurde das Gelände so gestaltet, dass es auch für Großveranstaltungen genutzt werden könnte. "Wir haben schon jetzt Anfragen aus Slowenien, wann der Park endlich fertig ist", ist Georg Kettele zuversichtlich, dass sich dessen Qualität schnell über die Grenzen hinweg herumsprechen wird. Das erste Event wird aber die Eröffnung, auf die man schon jetzt gespannt sein darf.

HEIKE KRUSCH

Skaterflächen

Weitere Möglichkeiten zum Skaten gibt es in Graz im Volks- und im Augarten sowie auf folgenden Bezirkssportplätzen: St. Veit (Andritz), Salfeldstraße, Waltendorf. Es handelt sich dabei meist um eher kleine Flächen mit nur wenigen Hindernissen.





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Weiterhin ist feines Frühlingswetter kein Thema und man muss im Freien auf richtige Kleidung achten. Im späteren Verlauf des Tages sind dann sogar ein paar Regenschauer einzuplanen. Am ehesten dürften kleinere Spaziergänge oder Wanderungen gelingen.

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