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    Zuletzt aktualisiert: 19.05.2011 um 10:04 UhrKommentare

    Aktuelle E-Bikes: Von Bergen und Hügerln

    Der schlimmste Berg wird zum Hügerl, der Radweg zum Highway: Die E-Räder sind das Trendmobil des 21. Jahrhunderts. Noch nie gab es so viele Produkte auf dem Markt, noch nie so viele Fragen unserer Leser - wir haben die Antworten.

    Schick und nicht ganz billig: Styriette

    Foto © StyrietteSchick und nicht ganz billig: Styriette

    Welchen Akku sollte man einsetzen?

    Vom Bleiakku (beständig, aber schwer) bis zu Lithium-Mischungen (Ionen, Mangan) führen die Hersteller viele im Programm, und jeder ist für ein bestimmtes Anforderungsprofil besonders gut geeignet. Generell gilt: 500-mal Laden sollte jeder Akku schaffen, interessant wird's ab 800-1.000 Ladungen.

    Über welche Reichweite sollte ein E-Rad verfügen?

    Im Schnitt mindestens über 60 Kilometer, aber auch hier hilft eine Testfahrt: Viele Akkus gehen bei stärkeren Belastungen (Bergfahrt etc.) sofort in die Knie. Im Schnitt wird mit einem E-Rad unter zehn Kilometer täglich gefahren - sagt die Statistik.

    Gibt es Förderungen?

    In der Steiermark seit 2011 nicht mehr, in Kärnten begrenzt (zehn Prozent vom Anschaffungspreis, max. 160 Euro, begrenzte Radanzahl). Wien fördert nach wie vor intensiv (30 Prozent/Anschaffungspreis, max. 300 Euro).

    Lohnt sich ein Elektro-Nachbausatz für ein herkömmliches Rad?

    Das hängt vom Rad ab, das Sie besitzen: Mit guten Bremsen und belastbarer technischer Ausstattung (Gabel etc.), die erforderlich ist, um mit den höheren Geschwindigkeiten fertig zu werden, macht es Sinn.

    Bringen Generatoren bei der Energierückgewinnung etwas?

    Der Anteil ist verschwindend gering, im Normalfall muss man rund die dreifache Strecke bergab zurücklegen, die man zuvor bergauf geschafft hat, um die gleiche Energie zurückzugewinnen. Eines der effizienteren Systeme hat die Styriette.

    Die getesteten Bikes:

    Styriette

    Die Styriette ist der über 3.000 Euro teure Technologieträger des Magna-Ablegers Bionx, der in der Steiermark einen High-tech-Antrieb entwickelt hat. Wir schafften das Kunststück, auf nur 27 Kilometern den Akku fast zur Gänze auszuzuzeln, weil wir alles falsch machten: immer volle E-Motor-Unterstützung, immer volle Pulle. Dafür haben wir uns bergab, wenn der E-Motor auf Knopfdruck zum Generator wird keuchend wieder Energie zurückgeholt. Wir wissen jetzt: Nicht die erlaubten 25 km/h sind beim E-Rad das Ziel, sondern 20 bis 23, nur so fährt man entspannt.

    Ferrari

    Endlich ein Ferrari! Auch wenn's nur ein Rad mit Elektroantrieb ist. Aber von wegen "nur". Erstens fällt man mit dem coolen Vehikel sofort auf, zweitens ist man nicht verschwitzt, wenn man bei der Damenwelt später punkten will. Treten muss man zwar noch immer selbst, aber durch den Vitensoantrieb (sechs Kilo) geht alles viel leichter. Der E-Motor ist StVO-konform und auch für Räder mit Scheibenbremsen geeignet. Kostet? 2.700 Euro für Rad samt Antrieb. Fazit: Macht in allen Lebens- und Straßenlagen viel Spaß. Ein bissl Kondition ist trotz Motor ratsam.

    Victoria

    Elektro für Individualisten: Spezialist RF-TEC baut den Vitenso-Motor aufs Lieblingsbike, vom Waffenrad bis zum Aluschlitten. Im Vergleich zu Fertigrädern (bis 30 Kilo) ist das komplette Nachrüstensemble ein Leichtgewicht (ab 18 Kilo) - nett, wenn man es täglich in den Keller trägt. Lieblingsgadget: der Gashebel (Bild). Hat man grad keine Lust zum Strampeln, geht's damit sogar bergauf. Das allerdings verkürzt den Aktionsradius (je nach Akku 40 bis 100 Kilometer). Mit knapp 1.500 Euro für Victoria-Rad + Motor ist man im Geschäft. Ideal für Faule, die fleißig wirken wollen.

    Vitenso

    Das Vitenso Moena ist höchstens, was das Format angeht, eine halbe Portion. Nach ein paar Mal treten oder einem Dreh am Gasgriff schnellt der E-Easy-Rider los, bis 25 km/h greift einem der Stromer unter die Sohlen. Reichweite: bis zu 45 km. Den Batteriestand hat man mit der Anzeige am Lenker im Blick, laden kann man den Akku direkt am Rad, fürs Ausbauen klappt man den Sattel nach vorne. Mit den 20-Zoll-Rädern ist es für Touren zu klein, in der Stadt macht das wendige Falt-Fahrrad gute Figur. Ideal für Städter, die frühlingsfrisch bei der Arbeit ankommen wollen. Kostenpunkt: 999 Euro.


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    Foto © Kleine Zeitung

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