Rollenspiele
Die Mitglieder des SC Highlanders bringen nicht nur Körper, sondern auch Geist in Bewegung ... in ihrem Skate-Verein.

Foto © Sabine HoffmannVon der Rolle: Die Mitglieder des SC Highlanders starten motiviert in die Sommersaison
Vier Räder bedeuten für Walter Wemmer Arbeit, acht Rollen Vergnügen. Der Taxifahrer und Werbetexter ist mit seinen 59 Jahren das älteste Mitglied des SC Highlanders. Für ihn sind die Inline-Skates ein guter Ausgleich für einen stressigen Alltag, in dem er entweder hinter dem Steuer oder vorm Bildschirm sitzt. "Werbe-Slogan ist mir noch keiner eingefallen beim Skaten. Ich mach' es ja eigentlich, um meinen Kopf wieder richtig freizubekommen. Und es wirkt", sagt's und alle Skater nicken mit ihren helmgeschmückten Köpfen im Chor.
So trifft man sich im Frühjahr wöchentlich beim Schwarzl zum Rundendrehen. Obwohl der Verein komischerweise seine Wurzeln im Wintersport fand. 1995 wurde er im weststeirischen Deutschlandsberg eigentlich als Snowboardverein gegründet. Mehr zur Gaude nahm man schließlich im Jahr 1998 an einem Speedskatingrennen teil und so wechselten die Mitglieder schön langsam vom Brett auf die Rollen, wo sie sich sichtlich wohlfühlen.
Schnell von A nach B
Wie die 28-jährige Martina Fedl, die sich ganz rasant schon einige Titel "erfahren" hat. 2009 wurde sie 200-Meter-Straßenstaatsmeisterin in Eibiswald sowie 300- Meter-Bahnstaatsmeisterin in Wörgl. "Ich mag das Inline-Skaten vor allem, weil man schnell von A nach B kommt", sagt Fedl, die sich mit ihren Skates in der Wiese postiert hat, während die anderen Mitglieder Runde um Runde vorbeisausen. "Es ist nicht anstrengend, man kann ganz gleichmäßig dahingleiten. Das ist ein echt angenehmes Gefühl."
Willkommene Abwechslung
Deswegen sind auch Lukas Schwaiger (12) seit drei Jahren und Daniela Eibel (16) seit mittlerweile vier Jahren ganz begeisterte Vereinsmitglieder. Daniela: "Vorausgesetzt, die Schule lässt es zu, manchmal kommt mir Englisch in die Quere. Aber ich bemühe mich, drei Mal in der Woche zum Training zu kommen." Lukas ergeht's ebenso, er legt für die Inline-Skates sogar sein Skateboard beiseite. "Und das Gute ist, dass man richtig schnell unterwegs ist", sagen die beiden mit fettem Grinsen. Und bei Stürzen? "Ich sag immer: Hinfallen darf man, aber man muss gleich wieder aufstehen", so Daniela ganz Profi. Und wo sind bei den Dingern eigentlich die Bremsen? "Da gibt's keine, man muss einfach einen Fuß querstellen." Aha. Ungefähr sooooooooo?
Features
Das Einsteiger-Set
Für Inline-Skates, Ellbogen- und Knieschützer sowie Helm sollte man ungefähr 200 Euro berechnen. Der Anfängerfehler: Man ist zu steif in den Knien. Man sollte in die Hocke gehen, um Unebenheiten abfedern zu können.
SC Highlanders
Der Inline-Skate-Verein sucht noch rasanten Nachwuchs. Alle, die Interesse haben, können sich bei Obfrau Constanze Recke per E-Mail anmelden.














