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Zuletzt aktualisiert: 18.11.2010 um 13:43 UhrKommentare

Jog your dog

"Dogging" heißt es, wenn Mensch und Hund miteinander laufen. Ein Spaß für beide? Absolut, wenn im Vorfeld der Mensch für seinen Vierbeiner mitdenkt.

Ein vierbeiniger Laufkumpel kann ein motivierender Begleiter sein

Foto © Photosani - Fotolia.comEin vierbeiniger Laufkumpel kann ein motivierender Begleiter sein

Laufen mit dem besten Freund des Menschen muss eine eine tolle Sache sein! Zumindest haben mehr als 100 Zwei- und Vierbeiner-Duos gezeigt, die beim Dogging-Bewerb von "Kärnten Läuft" mit gemacht haben. Vom Zwergpintscher bis hin zum riesigen-Neufundländer waren alle "Hundegrößen" am Start des 4,2 Kilometer langen Rennens im Klagenfurter Europapark. Und als Belohnung für die Anstrengung wartete auf die vierbeinigen Sportler im Ziel neben einem erfrischenden Bad im Wörthersee eine "Finishermedaille" in Form eines Riesenkauknochens.

Aber einmal abgesehen von Dogging als Wettkampf: Viele Hundebesitzer unter den Hobbyläufern haben längst entdeckt, dass das Laufen mit Hund beiden Parteien durchaus Spaß macht – und gegenseitigen Motivationsschub bewirkt. Doch wer mit Bello und Co. "Dogging" betreiben will, sollte doch einige Regeln kennen und beherzigen, um nicht Schaden anzurichten?

Der Eignungstest

Vor allem sollte es jedem klar sein, dass – wie beim Menschen – Laufen nur mit einem kerngesunden Wegbegleiter möglich ist. Wer sich daher nicht sicher ist, ob Laufen das Richtige für seinen Vierbeiner ist, sollte unbedingt seinen Tierarzt um Rat fragen und Zustand und Konstitution des Hundes checken lassen. Größe und Rasse spielen eher eine untergeordnete Rolle. Natürlich sind aber Hunde mit kurzen Beinen schneller überfordert als Große, die locker neben dir hertraben können.

Auch das Alter ist wichtig: Hunde sind im Alter von etwa einem Jahr ausgewachsen und können durchaus zum Laufen mitgenommen werden. Davor ist eher Vorsicht geboten. Jüngere Hunde ab sechs Monaten können aber sehr behutsam mit kurzen Strecken an das Laufen gewöhnt werden. Ist dein Hund schon ins Alter gekommen, wird er dir unübersehbar signalisieren, wenn er keine Energie und Lust zum Laufen hat. Das ist auch wirklich zu berücksichtigen und man soll ihn nicht zu etwas zwingen. Auch dein Hunderl hat sich im höheren Alter einen gemütlichen Lebensabend verdient.

Trainieren und schützen

Was für den Menschen in Bezug auf Training gilt, das hat auch für unsere vierbeinigen Freunde Gültigkeit. Gleich zu Beginn mit kilometerlangen Läufen zu starten, ist nicht sinnvoll, wird deinen Hund überfordern und der Spaß an der Sache geht verloren. Fordern, aber nicht überfordern, so die Devise – also Streckenlänge und Tempo langsam steigern. Es ist ja auch noch kein menschlicher Marathonläufer vom Himmel gefallen.

Während wir unsere Füße mit bestem Schuhwerk schützen können, sind Hundepfoten allen Bodenbeschaffenheiten und Witterungen ausgesetzt. Daher sind Waldund Wiesenwege den Asphaltstraßen nach Möglichkeit vorzuziehen. Und auch auf regelmäßige Pfotenpflege nicht vergessen (natürlich vor allem, wenn womöglich eine flotte Runde auf Schnee gedreht wird). Hierzu eignen sich am besten am besten Hirschtalg oder sehr fetthältige Cremen und Salben. Unter Beobachtung sollte auch der Laufstil deines Hundes sein. Fängt er an zu hinken, kann das an einer Verletzung des Beins oder der Pfote liegen. Steinchen oder Glassplitter in Ballen oder in den Zehen könnten die Ursache dafür sein.

Nie direkt nach dem Fressen

Zwischen der letzten Mahlzeit deines Vierbeiners und dem Laufen sollte mindestens eine Stunde liegen, in der er sich ausruht und verdaut. Springt er zu früh nach der Fütterung durch die Gegend, besteht die Gefahr einer "Magenumdrehung", die im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann.

Unser Tipp

Am besten erst nach dem Laufen füttern und ihn damit auch gleich für seine gute Leistung und Motivation belohnen.


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