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Zuletzt aktualisiert: 04.10.2010 um 10:55 UhrKommentare

Was wurde aus dem Samadhibad?

Schweben im Salzwasser: Das Bad ist trotz großer Nachfrage vorübergehend geschlossen, "schwerelos" ist im Grazer Museum der Wahrnehmung derzeit nur die Kunst.

Das Becken der Architektin Anna Popelka ist derzeit nicht benutzbar

Foto © MUWADas Becken der Architektin Anna Popelka ist derzeit nicht benutzbar

Ganze tausend Kilo Salz, aufgelöst in zweitausend Litern Wasser, dazu völlige Stille und Dunkelheit: Das im Sommer 1999 im Museum der Wahrnehmung (MUWA) eröffnete Samadhi-Bad sollte Kunst, Psyche und Gesundheit in einem einzigartigen Erlebnis verbinden - in körperwarmem Salzwasser schwebend, von Außenreizen abgeschirmt, konnten die Besucher "floatend" ihre Selbstwahrnehmung ergründen. Diese Technik der Tiefenentspannung, die ursprünglich 1954 für die NASA-Forschung entwickelt wurde, soll durch den Entzug aller Sinnesreize bei manchen zur totalen Entspannung bis hin zu meditativen Bewusstseinszuständen führen.

Tiefblau

Und das nicht in einem eiförmigen, weißen Tank, wie die gängigen Samadhi-Becken bzw. Floating-Tanks üblicherweise aussehen, sondern in einem tiefblauen, nach einem prämierten Konzept der Architektin Anna Popelka gebauten eigenen Raum, der das MUWA im Souterrain als Wahrnehmungsinstallation ergänzte. Errichtet wurde dieser im Zuge des EU-Projekts e.l.m.a.s. als einzige derartige Anlage in einem Museum oder Kunsthaus.

Mit 250 bis 300 schwebenden Badegästen pro Jahr ist das Bad gut ausgelastet, doch das Becken erwies sich leider schon länger als leck-anfällig und ist auch "im Moment nicht benutzbar", gibt Eva Fürstner vom MUWA Auskunft. Als Ersatz wird ein handelsüblicher Floatingtank angeboten - der jedoch gerade ebenfalls außer Betrieb ist und bis November generalsaniert wird. Voranmeldungen werden dennoch gerne entgegengenommen (Kosten: 45 Euro pro Badegang).

"Schwerelos" ist im Museum der Wahrnehmung aktuell also nur die Kunst, ist dort doch die gleichnamige Ausstellung der ungarischen Künstlerin Dóra Maurer zu sehen.

NINA MÜLLER





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