Team Robotunits war nicht zu schlagen
Beim Dolomitenmann in Lienz wurden sogar den "Härtesten unter der Sonne" die Knie weich. Deshalb war es auch der Tag der "Roboter", die erstmals einen Sieg in den Lienzer Dolomiten holten.
Quelle © Filmvorschau | Foto: Kleine Zeitung DIGITAL Die Highlights des Red Bull Dolomitenmanns 2011
Es gibt Schmerzen und Schmerzen. Nachzufragen bei Hannes Pallhuber. Jubelnd überquerte der Mountainbiker des siegreichen Teams "Robotunits" die Ziellinie beim "Red Bull Dolomitenmann", dem härtesten Teamevent der Welt. Im Freudentaumel stürzte der Südtiroler bei einem misslungenen Kunststück kopfüber auf den Lienzer Hauptplatz. Es waren nur geringe Schmerzen im Vergleich zu dem, was er, seine Teamkollegen und die anderen Athleten an diesem Tag erdulden mussten.
Denn auch der 24. Dolomitenmann forderte seinen Tribut. Grenzen wurden überschritten. Wie bei Markus Kröll. Eigentlich einer der besten Bergläufer Österreichs. Sein Magen rebellierte auf den mit 1950 Höhenmetern gespickten elf Laufkilometern. Am Ende schleppte er sich knapp nach Biathlet Daniel Mesotitsch und kurz vor Ex-Schispringer Andi Goldberger als 21. ins Berglaufziel. Damit war Krölls Red-Bull-Quartett auch schon aus dem Rennen um den Dolomitenmann-Gesamtsieg.
Zweikampf
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Andi GoldbergerFoto © Red Bull Content Pool
Um diesen kämpften vom Start weg die "Robotunits" und das Quartett von "Kolland Topsport Kleine Zeitung " um Berglauf-Legende Jonathan Wyatt. Der Neuseeländer, der in den letzten Jahren der Gegnerschaft stets die Fersen zeigte, fand in Azarya Weldemariam aber seinen Meister. Der Mann aus Eritrea war beim Lauf der Qualen nicht zu halten und nahm Wyatt 30 Sekunden ab. "Es war sehr, sehr hart", keuchte Weldemariam. "Der Bursche ist richtig gut", zollte selbst Wyatt Respekt.
Die anschließende Luftfahrt per Paragleiter mit felsiger Abflugstelle auf 2441 Meter Seehöhe hatte es in sich. "Robotunit" Markus Prantl hatte Schirm und Turbulenzen am besten im Griff. Gas geben, Tempo rausnehmen lautete seine Devise. Der Vorsprung auf "Kolland Topsport Kleine Zeitung" wuchs weiter.
Erschöpfung
Auch das tosende Wildwasser von Drau und Isel brachte keine Wende. Der Klagenfurter Gerhard Schmid verteidigte die Führung souverän. Nicht ganz so souverän waren andere Kanuten. Vor allem der Isel-Katarakt raubte die letzten Kräfte. Auf dem Mountainbike - beim wilden Husarenritt über Stock und Stein - zeigte Pallhuber Klasse. Da ließ sich der unliebsame Kontakt mit den Pflastersteinen im Ziel leicht verschmerzen. Aber auch im - nach vier Siegen - entthronten Team von "Kolland Topsport Kleine Zeitung " zeigte man sich mit Platz zwei zufrieden.
Der Dolomitenmann hatte viele Helden. Wie die "Wings for Life Heroes". Ein aus Behindertensportlern bestehendes Quartett - Michael Kurz (Berglauf), Oliver Dreier (Paragleiter), Hans Niederwimmer (Kajak) und Ernst Scheiber (MTB) - beendete den Dolomitenmann nur eindreiviertel Stunden nach den Siegern.
Wie hart der Bewerb ist, zeigen zwei Unfälle beim Paragleiten, die leider mit Knochenbrüchen endeten.
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HudetzFoto © Red Bull Content Pool
Ergebnisse:
1. ROBOTUNITS
Azarya Weldemariam (Bergläufer, Eritrea)
Markus Prantl (Paragleiter, Südtirol)
Gerhard Schmid (Kanute, Österreich)
Hannes Pallhuber (Mountainbike, Südtirol)
Weitere Platzierungen:
2. Kolland Topsport Kleine Zeitung
3. Alpine Pro
4. Kolland topsport International
5. International Bulls
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LakataFoto © Red Bull Content Pool
















