Den Österreichern ist der Tag zu kurz
36 Prozent der Österreicher leiden an Zeitmangel. Während sich vor allem Personen mittleren Alters mehr Zeit für Gespräche oder zum Lesen wünschen, ist bei der Jugend in erster Linie das Internet ein Zeitstaubsauger.

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Für 36 Prozent der Österreicher wird der Tag regelmäßig zu kurz. Das ergab eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS, deren Ergebnisse am Donnerstag veröffentlicht wurden. Während sich vor allem Personen mittleren Alters mehr Zeit für Gespräche oder zum Lesen wünschen, ist bei der Jugend in erster Linie das Internet ein Zeitstaubsauger.
IMAS hat im Juni und Juli 1.065 für die Bevölkerung über 16 Jahre repräsentative Testpersonen in persönlichen Gesprächen interviewt. Je jünger die Befragte waren, umso größer war der Stellenwert der Freizeit für sie. Im Durchschnitt ist sie für 42 Prozent die schönste Zeit des Tages.
Viele setzen daher auf präzises Zeitmanagement: 38 Prozent teilen sich den Tag genau ein, um ja keine Minute zu verschwenden. Elf Prozent gelingt das nach eigener Einschätzung nicht, ebenso viele fühlen sich ständig gehetzt. 37 Prozent ärgern sich über Unpünktlichkeit anderer, und 32 Prozent versuchen, den Hauptteil ihrer Zeit der Familie zu widmen. Neun Prozent - vor allem Männer und Angehörige höherer Bildungsschichten - nützen jede Minute für ihren Beruf.
19 Prozent finden, dass durch den ewigen Zeitmangel Gespräche mit Freunden oft zu kurz kommen, 21 Prozent hätten gerne mehr Zeit zum Lesen. 14 Prozent haben nach dem Fernsehen häufig das Gefühl, wieder einen Abend verschwendet zu haben. Langeweile kennen lediglich zehn Prozent - vor allem die Jüngeren und die Älteren. Personen mittleren Alters holt die Fadesse nur selten ein.
Bei den Unter-30-Jährigen nagt vor allem das Internet am Zeitkonto: Zwar finden 38 Prozent in dieser Altersgruppe, dass das Leben interessanter geworden ist, seitdem es das Web gibt. Aber 32 Prozent gestehen auch ein, zu viel Zeit dafür aufzuwenden. Bei den 30- bis 50-Jährigen plagt in dieser Hinsicht 18 Prozent das schlechte Gewissen, von den Älteren haben sich nur fünf Prozent zu zeitintensives Surfen vorzuwerfen.














