Campen ist wieder in
Der Drang, Freiheit pur zu erleben; die steigende Anzahl immer schönerer Campingplätze; die immer besser werdende Qualität der angebotenen Materialien: Campieren ist wieder im Trend. Das muss mit auf die Tour ...

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Am wenigsten lässt Gert Hagen, als Salesmanager des Outdoor-Spezialisten Coleman ein langjähriger Kenner der Szene, das Argument "Campen ist hauptsächlich Urlaub für Familie Billigberger" gelten. "Dagegen sprechen ja schon die hohen Benzinpreise, die günstigen Flugpauschalreisen, die Last- Minute- und All-inclusive-Angebote, mit denen die Reisebranche um ihre Kunden wirbt. Nein, Campieren ist vielmehr ein Urlaub für Individualisten – für Menschen, die zumindest in ihren Ferien ungebunden sein wollen, die es genießen, jederzeit den Ort wechseln zu können, und die es lieben, mitten in der Natur ihr 'Heim' aufzustellen, sich selbst zu versorgen und unabhängig zu sein."
Immer mehr Campingplätze
Natürlich weiß der Experte, dass sich auch das Verhalten der Urlaubskonsumenten verändert hat: Der Urlaub mit Familie und Freunden wird exklusiven Reisen vorgezogen, statt teurer Luxushotels werden preisgünstigere Alternativen gesucht – und dass davon letztlich auch die Campingindustrie profitiert, zeigt ja die Tatsache, dass etwa in Frankreich, in Italien und anderen traditionellen Urlaubsländern die Zahl der Campingplätze ständig ansteigt.
Grundsätzlich aber teilen sich auch diese "Freilufturlauber" in zwei doch ziemlich verschiedene Gruppen: Die einen, die auf einem Campingplatz einen richtigen mehrwöchigen Urlaub verbringen wollen – und die anderen, die auf ihrer Bike- oder Wandertour ohne großen Aufwand outdoor im Zelt übernachten und nächsten Tag weiterziehen wollen. Zwei völlig verschiedene Philosophien – auf die auch die Campingausrüster mit völlig unterschiedlichen Produkten reagieren, wie Gert Hagen erklärt: "Für einen mehrwöchigen Campingurlaub gibt es spezielle Familienzelte, die sehr geräumig sind. Sie haben meist sogar mehrere unterteilte Schlaf- bzw. Aufenthaltskojen. Das Zelt hat Stehhöhe, Tische und Sessel können im Vorraum bequem platziert werden. Und das Gewicht kann da schon mal zwischen 20 und 30 kg pro Zelt betragen."
Leichte Zelte
Ganz anders schaut es da bei den Tourencampern aus: Für die Biker und Wanderer gibt es sogenannte Trekkingzelte, die sehr leicht und klein verpackt sind. "Spezielle Materialien wie Ripstopnylon und Alugestänge ermöglichen hier je nach Größe ein Gewicht von 2 bis 4 kg." Das Gewicht spielt beim Radeln oder auch beim Trekking klarerweise eine entscheidende Rolle. Aber muss man für die "Leichtigkeit des Seins" Abstriche bei der Verlässlichkeit machen? Da kommt vom Experten ein klares Nein – hochwertige Materialien garantieren auch bei extremen Bedingungen beste Zuverlässigkeit.
"Gerade für die Touren- bzw. Trekkingcamper ist eine gewisse Qualität absolut notwendig. Beim Zelt ist es wichtig, dass zum Beispiel das Gestänge hochwertig ist. Hier haben sich leichte und trotzdem stabile Alugestänge als beste Lösung herausgestellt. Zeltmaterialien sollten auch eine 'Wassersäule' von 3.000 bis 5.000 mm haben, damit auch bei längerem Regen alles trocken bleibt. Also beim Kauf lieber ein bisschen mehr investieren, als dann bei Regen im Nassen übernachten."
Features
Das muss mit auf die Campingtour
- Zelt (Trekkingzelte für zwei Personen gibt's in akzeptabler Qualität ab 80 Euro, richtige gute ab ca. 200 Euro)
- Schlafsack (für den Süden reicht dünne Füllmenge, für kältere Regionen mehr Füllung, ab 40 Euro)
- Isoliermatte (gibt's auch selbstaufblasend)
- Campinggaskocher
- Trekkinggeschirr
- Taschenlampe/-messer
- Rucksack und/oder Packtaschen fürs Bike
- Wechselkleidung
- Erste-Hilfe-Set
- Kompass/GPS/Karten
- Waschzeug
- Proviant/Trinkflasche
- Feuerzeug/Streichhölzer
- Handy/Geld/Ausweis














