Hurra, die Ferien kommen! Und dann?
Für berufstätige Eltern ist die "schönste Zeit" für Kinder oft ein organisatorischer Hürdenlauf. Die Kleine Zeitung hat sich umgeschaut und Informationen über Betreuungsmöglichkeiten gesammelt.

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Abenteuer- oder Computercamp - oder doch lieber die Englischwoche? Hort oder Tagesmutter - oder doch die Oma? Und wie steht es ums Ferienbudget? "Es gibt in Kärnten ein Stadt-Land-Gefälle beim Bedarf an Sommerbetreuung", sagt Jutta Ache, Leiterin des BÜM- Kärnten. Auf dem Land springen tendenziell eher die Großeltern ein, in den Städten werden Institutionen stärker nachgefragt.
Gruppengröße und Tagesabläufe
Die Grundentscheidung ist: Steht die Betreuung während der Arbeitszeit der Eltern im Vordergrund oder das Erlebnis? Zahlreiche Angebote verheißen "Action, Fun, Abwechslung". Die Pädagogin und Entwicklungspsychologin Birgit Zesar-Bergmair gibt Tipps: "Ferien bedeuten aus Kinderperspektive, im Gegensatz zum Rest des Jahres den Stundenplan nicht von Erwachsenen diktiert zu bekommen. Diese Pausen sind besonders für jüngere Kinder wertvoll, man sollte sie so weit wie möglich zulassen." Bei der Auswahl aus dem Angebot an Camps also auf überschaubare Gruppengröße und Strukturierung des Tagesablaufs achten. Ist er mit Aktivitäten überfrachtet? Ist alles genau vorgegeben? Kann das Kind Einfluss auf die Gestaltung seines Tages nehmen? Zesar-Bergmair plädiert für unstrukturierte Auftank-Zeiten im Gegensatz zum "Vergeplant-Werden": "Kinder können verlernen, sich selbst zu beschäftigen, wenn sie daueranimiert werden." Für Volksschulkinder genüge ein Camp pro Sommer: "Bei ,Camp-Hopping' absolvieren Kinder die Ferien hindurch Camps. Drei, vier Ferienlager hintereinander - das ist zu viel."
Zeit für die Eingewöhnung
Wenn das Kind "nur" den Sommerkindergarten oder Sommerhort besucht oder zur anderen Tagesmutter wechselt, empfiehlt die Pädagogin: Für die Eingewöhnung im Vorfeld genug Zeit einplanen! "Nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Auch wenn ein Kind bereits in die Schule, in den Kindergarten geht, muss es die Umstellung auf den Sommerbetrieb und andere Bezugspersonen erst einmal bewältigen."
Bei AVS-Tagesmüttern ist es daher üblich, dass Kinder die Ferialvertretung einige Zeit vorher bereits kennenlernen, sagt Klaus Abraham, Leiter der Abteilung Tagesmütter der AVS. Bleibt den Eltern noch, den Überblick über die verschiedenen Angebote zu bewahren. "Unsere Betreuungseinrichtungen sollten sich gerade in den Ferien und Tagesrandzeiten noch mehr untereinander abstimmen", sagt die Leiterin des Familienreferats Klagenfurt, Daniela Obiltschnig. "Meistens können Härtefälle und Engpässe bei der Betreuung bewältigt werden, wenn man weiß, wer wo wann noch welche Kapazitäten hat."














