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Zuletzt aktualisiert: 19.05.2010 um 11:52 UhrKommentare

Wann Trinkpausen beim Sport sinnvoll sind

Foto © APA

Um gesund und leistungsfähig zu bleiben, braucht der Körper eine ausreichende Menge Flüssigkeit. Da Schweiß zu etwa 99 Prozent aus Wasser besteht, muss während des Sports immer ausreichend viel getrunken werden.

"Trinken Sie entweder noch bevor das Durstgefühl entsteht oder spätestens sobald Sie leichten Durst verspüren", rät Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Ist der Wasserhaushalt des Körpers gestört, könne das zu erheblichen Problemen wie Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, Thrombose, reduziertem Herzschlag, absinkendem Blutdruck oder verschlechterter Hautdurchblutung führen.

Schon ein Liter Flüssigkeitsverlust kann die Leistung um zehn Prozent mindern. "Daher sollten Sie bei körperlichen Aktivitäten bis 60 Minuten nach dem Sport etwa 0,5 bis 1 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen", empfiehlt der Sportwissenschaftler. Bei intensiver Belastung erhöhe sich der Bedarf entsprechend. Bei längeren Belastungen - also solchen, die länger als 60 Minuten dauern - sollten auch während des Sports zwischendurch Trinkpausen eingelegt werden.

Dennoch sollte das Trinken auch nicht übertrieben werden. "Wasser ist zwar für den Organismus in keiner Weise oder Dosis giftig, jedoch gibt es das Phänomen, dass die Wasseraufnahme schneller erfolgt als dessen Ausscheidung", erklärt Froböse. "Dadurch werden die Körperflüssigkeiten so stark verdünnt, dass es zu potenziell gefährlichen Verschiebungen im Elektrolythaushalt kommen kann."

Wissenschaftlich belegt sei, dass der Körper pro Stunde maximal 0,8 bis 1 Liter Flüssigkeit verarbeiten und nutzen kann. "Dabei sollte diese in kleinen Portionen und Schlucken regelmäßig getrunken werden, nicht riesige Mengen in kurzer Zeit." Denn nur so bleiben auch die Mineralien und Spurenelemente im Körper. Wichtig ist, dass Getränke nicht zu kalt sind. Denn ansonsten muss der Körper zusätzliche Energie aufwenden, um das kalte Wasser aufzuwärmen. Lauwarm ist also am besten.

Quelle: APA





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